Abwehr steht wie eine Mauer

Handball-Bezirksligist TSV Oelsnitz stand gegen Tabellenführer Rotation Weißenborn ganz kurz vor einer Überraschung. Am Ende fehlten dazu ganze fünf Sekunden.

Oelsnitz.

23:24 (9:11) haben die Handballer des TSV Oelsnitz am Sonntag im vorletzten Bezirksliga-Heimspiel gegen Tabellenführer Rotation Weißenborn verloren und damit die schwache Leistung aus der Vorwoche in Niederwiesa, als man 23:32 verlor, vergessen lassen. Die Zuschauer sahen eine bis in die Schlusssekunden spannende und packende Partie. Am Ende fehlten den Oelsnitzern fünf Sekunden, um ein Unentschieden zu retten.

Die ersten Spielminuten waren von Verwarnungen und Zeitstrafen geprägt, aber nicht von Toren. So stand es nach zehn Minuten erst 1:2. Doch nach und nach nahm die Partie Fahrt auf. Weißenborn zog auf 2:5 davon, doch Oelsnitz blieb dran, glich dank einer starken Deckung aus und lag in der 21. Minute sogar 6:5 vorn. Das blieb aber die einzige Führung der Oelsnitzer im Spiel. Es folgten Zeitstrafen im Zweiminutentakt für beide Teams, sodass der Spielfluss verlorenging. Beim Stand von 9:11 ging es in die Pause.

Oelsnitz versuchte, die Chancenverwertung mit mehr Konzentration beim Abschluss in der zweiten Hälfte zu verbessern. Und es blieb ein Duell auf Augenhöhe. Weißenborn legte stets ein Tor vor, den Oelsnitzern gelang immer wieder der Ausgleich. Das kostete den personell gebeutelten Gastgebern jedoch sehr viel Kraft. Beim Stand von 20:20 wurde langsam die Schlussphase des Spiels eingeläutet. Und die bot ordentlich Dramatik und Spannung. Zunächst sah es so aus, als ob die Gäste die größeren Kraftreserven hätten. Sie gingen 22:20 in Führung. Oelsnitz hatte beim Abschluss Pech mit einigen Pfostentreffern. Vier Minuten vor Schluss führte Weißenborn 23:21. Der TSV kämpfte wacker gegen die Niederlage an. Als er 49Šekunden vor Schluss mit einem Siebenmeter zum 23:23 ausglich, sah es kurz nach einer gerechten Punkteteilung aus. Doch 15 Sekunden vor Schluss setzte es noch eine Zeitstrafe. Der beste Werfer der Weißenborner fand fünf Sekunden vor Ende noch eine Lücke und traf zum 24:23-Endstand. Trotz der Niederlage dürfen die Oelsnitzer stolz auf ihre Leistung gegen die beste Mannschaft der Liga sein, die sie dank einer bärenstarken Deckung vor Schwierigkeiten stellte. (ixs)

Statistik Oelsnitz: Seidel - Grünwald (4 Tore), Haller, D. Schmidt (1), F. Bechler (10/davon 5 Siebenmeter), Wandeler, F. Schmidt (4), Huth (2), Stache (1), Schieferdecker (1).

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