Abwehrchef muss beizeiten vom Feld

Die Rodewischer Handballwölfe haben ihr Heimspiel der 1. Bezirksklasse gegen Annaberg 30:26 gewonnen. Bis dahin war es ein steiniger Weg.

Rodewisch.

Mit dem HC Annaberg-Buchholz haben die Rodewischer Handballwölfe am Sonntag einen namhaften Gegner empfangen. Jahrelang waren die Erzgebirgler in der Verbands- und Bezirksliga höherklassig unterwegs. Aufgrund des Ausscheidens mehrerer gestandener Spieler entschied man sich dort, trotz sportlichen Klassenerhaltes nach der jüngsten Saison freiwillig eine Klasse tiefer mit einem neu formierten und jungen Team den Umbruch einzuleiten.

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt war Rodewisch im Zugzwang gegen einen stark einzuschätzenden Gegner, löste diese Aufgabe aber mit dem 30:26 (13:18)-Sieg. Bis auf Martin Lösel stand diesmal der komplette Kader zur Verfügung. Rodewisch kam gut in die Partie, machte daraus zu wenig und führte nur knapp. Ab der 7. Minute fanden die Annaberger besser ins Spiel, bei den Wölfen wuchs die Verunsicherung. So drehte der HC die Partie, wirkte im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs zielstrebiger und frecher. Zwei frühe Zeitstrafen gegen Abwehrchef Christian Lippold trugen nicht zur Stabilisierung bei. Beim 7:11 in der 20. Minute musste Rodewisch eine Auszeit nehmen, um sich neu zu ordnen. Mit den Umstellungen sollte es zumindest im Angriff etwas besser und flüssiger werden. Die Wölfe konnten den Rückstand verkürzen. Völlig unverständlich sollten die letzten Minuten bis zur Pause ablaufen. Nach seiner dritten Zeitstrafe war die Partie für Lippold vorzeitig beendet, dieser Umstand brachte Rodewisch aus dem Tritt. Mit Fehlern wurden die Gäste quasi zum Torewerfen eingeladen. Mit 13:18 ging es in die Kabinen.

Dort schien man die richtigen Worte gefunden zu haben. Rodewisch begann mit einer ganz anderen Körperhaltung den zweiten Durchgang. Man verschob gut, half dem Nebenmann und ließ kaum noch freie Würfe zu, obwohl die Wölfe öfter in Unterzahl agieren mussten. Annaberg tat sich sehr schwer, technische Fehler häuften sich. Endlich nutzte Rodewisch die Ballgewinne, um den Rückstand Stück für Stück aufzuholen. Beim 20:21 in der 40. Minute war der Anschluss geschafft. Annaberg legte bis zur 54. Minute zwar immer wieder vor, doch trotz weiterer Zeitstrafen in dieser Phase blieben die Wölfe dran.

Nach dem 25:25 waren sie endlich in Überzahl und prompt gelang die Führung. Mit einem Doppelschlag legte Rodewisch zum 27:25 vor. Die kurz aufkommende Freude erhielt aber einen Dämpfer. Für ein Foul erhielt man erneut eine Zeitstrafe und sah sich fast die ganze verbleibende Spielzeit in Unterzahl. Alle Vorteile lagen nun bei den Gästen. Rodewisch kämpfte aber aufopferungsvoll. Per Einzelaktion gelang der wichtige Treffer zum 28:25. Über Konter baute Rodewisch den Vorsprung auf 30:25 aus und machte so den Deckel drauf. Erneut schwer wird es am Samstag im Vogtlandderby beim Vorjahresdritten SV 04 Oberlosa III. (sebt)

Rodewisch: Kämpfer - Bretschneider, Groß (4 Tore), Kistner, Kretzschmar (1), Lippold (1), Maslo (7), Meisinger (4), Schnabel (4), Walter (9/davon 5 Siebenmeter), Zuber

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