Adorf kann sich schon oben festsetzen

Am zweiten Spieltag der Fußball-Vogtlandklasse gehen sich Auftaktsieger und -verlierer aus dem Weg. Der BC Erlbach erlebt ein ganz neues Gefühl.

Oelsnitz/Klingenthal.

Der BC Erlbach führt nach seinem 8:0-Kantersieg gegen Aufsteiger Coschütz erstmals die Tabelle der Fußball-Vogtlandklasse an. Diese Momentaufnahme will der Pokalfinalist der vergangenen Saison weiter genießen. Sein Weg führt ihn zum VfL Reumtengrün, der mit dem 0:4 in Neumark einen Fehlstart hinlegte. Das Topspiel steigt beim Plauener Stadtderby zwischen Concordia und Jößnitz. Der Gast hat in diesem Kalenderjahr noch kein Punktspiel verloren, ein Pflichtspiel aber schon: jenes vor 14Tagen im Pokal bei Concordia nach Elfmeterschießen. Weil Concordia jedoch irrtümlich in der Verlängerung einen vierten Spieler einwechselte, beschäftigen sich jetzt die Sportgerichte mit der Partie. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

Reichenbacher FC II - VFC Adorf. Frust gegen Lust: Einschließlich Test- und Pokalpartien hat die Reichenbacher Landesklassenreserve bisher alle Spiele verloren und bestätigt den Trend der Vorsaison. Anders der VFC, der saisonübergreifend vier Meisterschaftsbegegnungen ungeschlagen ist und sich nach dem Auftakterfolg gegen Concordia Plauen oben festsetzen will. Beim letzten Auftritt in Reichenbach wurde es ihm aber beim 1:6 regelrecht schwindlig. Personell hat Adorf jedoch zugelegt und dürfte zumindest ein Kandidat für den erweiterten Aufstiegsanwärterkreis sein.

Stahlbau Plauen - Merkur Oelsnitz II. Beide streben die obere Hälfte an. Zufrieden über den Start war nur Aufsteiger Merkur, der bei seinem Debüt mit dem Altersdurchschnitt von 23,7 Jahren so jung wie kein anderes Team daherkommt. Stahlbau kassierte in Jößnitz eine vorhersehbare Niederlage, enttäuschte aber zuvor im Pokal bei Syrau II und gewann saisonübergreifend nur zwei der jüngsten zehn Punktspiele. Finden die Männer vom Lindentempel nicht in die Spur, droht der Aufenthalt in der unteren Tabellenhälfte.

VfL Reumtengrün - BC Erlbach. In den Spielen gegeneinander gab es bisher stets einen klaren Sieger. In Erlbach zog der VfL 0:4 und 0:3 den Kürzeren, hielt sich dafür aber zu Hause schadlos (7:3 und 5:2). Will der VfL nicht wieder bis zum Schluss um den Klassenerhalt bibbern, müssen vor allem daheim Punkte her. Im Vorjahr wies Reumtengrün dort die zweitschlechteste Bilanz auf. Ausschneiden wird sich der BC die Tabelle des ersten Spieltages wohl nicht. Das könnte sich aber schnell ändern, wenn in Reumtengrün gewonnen und die Führung verteidigt wird.

Concordia Plauen - SG Jößnitz. Jößnitz gewann alle vier bisherigen Punktspiele gegeneinander. Ein Unentschieden wie vor 14 Tagen beim Pokalspiel nach 90 Minuten würde Concordia wohl sofort unterschreiben. Nach ihrer Auftaktpleite gegen den VFC Adorf (2:3) steht sie schon ein wenig unter Zugzwang.

FSV Bau Weischlitz - SpVgg Neumark. Ausgerechnet der Weischlitzer Angstgegner (ein Sieg, ein Remis, acht Niederlagen) kommt zum Heimauftakt an die Weiße Elster. Dass es eine schwere Saison für den FSV wird, zeigte sich schon in den ersten Pflichtspielen: Pokalaus beim Kreisligisten Lok Plauen, Auftaktniederlage bei Oelsnitz II. Auch Neumark flog zeitig aus dem Pokalwettbewerb, hielt sich dafür am ersten Spieltag mit dem 4:0 gegen Reumtengrün schadlos. Denn die letzten vier Mal fuhr die Spielvereinigung aus Weischlitz stets als Gewinner zurück (2:1, 4:1, 2:1, 3:1).

SV Coschütz - SG Kürbitz. Der Auftakt ging für Rückkehrer Coschütz (0:8 in Erlbach) ganz schön in die Hose. Nur gut, dass erst 90 Minuten absolviert sind und das Tabellenbild schnell positiv veränderbar ist. Als bestes Heimteam der Kreisliga-Staffel 1 erwartet der SV das beste Auswärtsteam der anderen Staffel. Noch nie standen sich beide in Pflichtspielen gegenüber. Seinen ersten Auswärtszähler konnte Kürbitz in der Vorwoche in Falkenstein buchen, zeigte sich beim 0:0 besonders in der Defensive für das Debütjahr in der neuen Klasse gerüstet. Beide haben sich den Klassenerhalt auf die Fahnen geschrieben.

SpVgg Grünbach-Falkenstein - SpVgg Heinsdorfergrund. Beiden wird ein Platz zwischen Auf- und Abstiegsplätzen zugetraut. Was die Nullnummer des Gastgebers gegen Kürbitz wert ist, wird sich zeigen. Dagegen hat Heinsdorf mit einem 3:2-Derbysieg gegen den RFC II schon die ersten drei Zähler für den Klassenerhalt eingefahren. Die Platzherren wollen zu alter Heimstärke zurückfinden. Die Bilanz aus der Zitterserie 2017/18 auf eigenem Platz ist negativ: vier Siege, drei Unentschieden und fünf Niederlagen.

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