Adorfer Bollwerk soll in Reumtengrün halten

Ein obervogtländisches Duell hält der elfte Spieltag der Fußball-Vogtlandklasse bereit. Dabei sind die Rollen allerdings klar verteilt.

Oelsnitz/Klingenthal.

Nach zehn Runden stehen in der Fußball-Vogtlandklasse nur noch der BC Erlbach und die SpVgg Neumark ungeschlagen da. Das schafften bisher nur der FC Grünbach in der Saison 2011/12 und der 1. FC Rodewisch (2012/13), die am Ende der Saison eine Spielklasse höher kletterten. Ihre unmittelbare Konkurrenz war damals aber recht übersichtlich. Das sieht aktuell ganz anders aus. Mit der SG Jößnitz und dem VFC Adorf mischen noch zwei weitere Teams oben mit. Das Spitzentreffen wird diesmal in Neumark angepfiffen, wo Jößnitz gastiert. Ein Kellerduell steigt bei Concordia Plauen. Der gastgebende Drittletzte erwartet den Vorletzten Coschütz.

BC Erlbach - SV Merkur Oelsnitz II. Der Spitzenreiter hat sich zuletzt beim Reichenbacher FC II (3:2) zwar nicht mit Ruhm bekleckert, aber dennoch einen weiteren Dreier anschreiben können. Nach den Topvergleichen zu Hause gegen Adorf und Jößnitz (jeweils 1:1) scheint die Aufgabe gegen Merkur zu sein. Oelsnitz ging zuletzt zweimal leer aus, wird sich aber gegen den Trend stemmen, um nicht weiter abzurutschen. An das bisher letzte Gastspiel beim BC erinnert man sich im Merkur-Lager nicht gern: 2014/15 gingen die Oelsnitzer in der Kreisliga dort 0:7 unter.

VfL Reumtengrün - VFC Adorf. Zu Hause hat der VfL als einziges Team noch nicht gewonnen, während der VFC 16 von 18 möglichen Auswärtspunkten mitnahm. Reumtengrün stabilisierte sich in den vergangenen Wochen und ließ seinen Fehlstart mit fünf Pleiten fünf Spiele ohne Niederlage folgen. Gerade gegen Adorf lieferte Reumtengrün schon so manches Heimspektakel ab. 2013/14 wurde 8:3 gewonnen, zwei Jahre später stand es am Ende sogar 8:2. Der erste Heimdreier ist eigentlich fällig.

Reichenbacher FC II - SpVgg Grünbach-Falkenstein. Obwohl derzeit alles gegen die Reichenbacher spricht - mit drei Punkten nach zehn Spieltagen konnte noch keiner die Vogtlandklasse halten -, werden die Männer von Trainer Sascha Scheller einen Teufel tun und die Flinte vorzeitig ins Korn schmeißen. Mit einem Sieg hätten sie den Rettungsring zumindest wieder in Sichtweite. Galt die SpVgg bisher als Minimalist, so ließ sie es vor einer Woche mit dem 5:2 gegen Concordia krachen. Bereits fünfmal teilte sie sich die Punkte. Ein Remis wäre für die Reichenbacher zu wenig.

SV Concordia Plauen - SV Coschütz. Beide befinden sich in einer Ergebniskrise. Concordia verlor schon dreimal am Stück jedes zweite Spiel und kommt einfach nicht vom Fleck. Coschütz wartet bereits vier Runden auf Zähler, erwies sich auswärts als Punktelieferant: In sechs Spielen gab es sechs Niederlagen.

FSV Bau Weischlitz - SpVgg Heinsdorfergrund. Die Brust des FSV Bau wird von Woche von Woche breiter. Fünf der jüngsten sechs Spiele wurden gewonnen, darunter das Derby in Kürbitz (1:0). Jetzt hat der FSV sogar Schlagdistanz zur Spitzengruppe herstellen können. Gegen die auswärts noch sieglosen Heinsdorfer soll scharf nachgewaschen werden. Doch Vorsicht: Die Spielvereinigung hat ihre Serie von fünf Niederlagen in Folge ausgerechnet beim Vierten Neumark (1:1) vor 14 Tagen gestoppt, ein weiteres Remis gegen Reumtengrün folgte.

SpVgg Neumark - SG Jößnitz. Der Vergleich der neben den Erlbachern zweitstärksten Abwehrreihen kennt keinen Favoriten. Die Neumarker wollen natürlich weiter ungeschlagen bleiben. Aufstiegsdruck verspürt die Elf von Trainer Jean-Paul Biedermann keinen. Anders die SG, die von vielen vor der Saison für den Sprung in die Vogtlandliga gesetzt war. Diesen Erwartungen wurden die Jößnitzer im Großen und Ganzen auch gerecht. Allein auswärts haben sie einige Luft nach oben: zwei Siege, zwei Remis, eine Niederlage. Gewonnen haben sie in Neumark noch nie.

SG Stahlbau Plauen - SG Kürbitz. Ist Stahlbau endgültig in der Saison angekommen? Drei Siege am Stück lassen darauf schließen. Nun soll auch der Aufsteiger den erstarken Gastgeber kennenlernen, der in den ersten sieben Runden nur einmal gewann.

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