Aller guten Dinge sind fünf

Eisschnelllauf: Manuel Zähringer über seine Teilnahme beim Viking-Race, sein Training und seine weiteren Pläne

Mylau.

Eisschnellläufer Manuel Zähringer vom TSV Vorwärts Mylau nimmt zum fünften Mal in Folge am Viking-Race im niederländischen Heerenveen, der inoffiziellen Schülereuropameisterschaft, teil. Alexander Bertram hat sich mit dem 16-Jährigen darüber unterhalten, mit welchen Erwartungen er am Wochenende in die Wettkämpfe geht.

"Freie Presse": Glückwunsch zur erneuten Teilnahme am Viking-Race. Inwiefern ist das bereits Routine für Sie?

Manuel Zähringer: Vielen Dank. Nein, Routine ist das in keinem Fall. Es ist nach wie vor etwas ganz Besonderes, bei so einem Turnier dabei sein zu dürfen. Auch diese Saison habe ich wieder viel Arbeit investieren müssen, um das zu schaffen.

Das ist nun bereits Ihre fünfte Teilnahme in Folge. Jedes Mal erreichten Sie die Top 10. Voriges Jahr hat es sogar für den zweiten Platz gereicht. Welches Ziel haben Sie sich für dieses Jahr gesetzt?

Ich möchte auch dieses Jahr definitiv wieder zu den besten Zehn gehören. Das habe ich mir fest vorgenommen. Die Konkurrenz ist jedoch groß. Besonders die Niederländer werden wieder eine Klasse für sich sein. Hinzu kommt, dass die meisten Teilnehmer vier- bis fünfmal pro Woche auf dem Eis trainieren, ich dagegen nur zweimal pro Woche. Das wird also alles andere als einfach.

Sie trainieren auf der Freilufteisbahn in Chemnitz. Das Viking-Race findet in einer Halle statt. Inwiefern kann das ein Vor- oder Nachteil sein?

Das Training auf der Eisbahn in Chemnitz ist mit Sicherheit ein Vorteil. Dort muss ich mich regelmäßig mit den unterschiedlichsten Witterungsverhältnissen herumschlagen. Das härtet natürlich ab. Das kann mir in der Halle nicht passieren. Dort kann ich mich dann voll auf mich konzentrieren.

Neben dem Training und der Wettkämpfe gehen Sie als 16-Jähriger natürlich auch noch zur Schule. Fällt es Ihnen schwer, alles unter einen Hut zu bekommen?

Ja. Wenn parallel Prüfungen anstehen, kann das durchaus stressig werden. Das erfordert dann viel Disziplin und Fleiß. Meine Eltern sind mir dabei eine große Hilfe, weil sie immer hinter mir stehen und mich bei allem, was ich mache, unterstützen. So auch in Heerenveen, wo sie mich von der Seite aus anfeuern werden.

Die Niederländer sind für ihre ausgelassene Stimmung bekannt. Kann Sie eine solche Kulisse unter Druck setzen?

Das macht mir gar nichts. Im Gegenteil: Ich freue mich darauf. Wenn die Leute Stimmung verbreiten, dann motiviert mich das eher, als dass es mich unter Druck setzt. Da mache ich mir keine Gedanken.

Wie sehen Ihre weiteren sportlichen Ziele aus?

Nach meinem schulischen Realschulabschluss im Sommer möchte ich gerne auf eine Sportförderschule wechseln. Wie es dann weitergehen wird, werden wir sehen. Aber ich möchte mir das Eisschnelllaufen in jedem Fall beibehalten und professionallisieren. Der große Traum ist irgendwann Olympia.

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