Auch mit Maske: Erik Schreyer freut sich auf Champions League

Während die Tischtennisspieler aus dem Vogtland ihr Sportjahr 2020 längst abgehakt haben, steht dem Trainer aus Waldkirchen mit dem Bundesligisten Mühlhausen der Höhepunkt noch bevor. Wenn nichts dazwischen kommt.

Waldkirchen/Mühlhausen.

Von Routine kann vor der dritten Teilnahme der Tischtennis-Asse des Post SV Mühlhausen an den Spielen der Champions League keine Rede sein. "Wir haben mit dem russischen Meister Orenburg wieder das Real Madrid des Tischtennissports in der Gruppe und treffen auf die absolute Weltklasse. Das wird sportlich eine richtig geile Aufgabe", sagt Trainer Erik Schreyer. Der 32-jährige Vogtländer hat beim Bundesligisten aus Thüringen seine vierte Saison als Cheftrainer in Angriff genommen und wird mit seinen Jungs dennoch ab Freitag in Düsseldorf eine Premiere erleben. Denn coronabedingt wird der Champions-League-Sieger diesmal innerhalb einer Woche in Turnierform ermittelt.

"Der Rahmen der Spiele ist für alle natürlich Neuland", erklärt Erik Schreyer. Die 15 Mannschaften werden ab Mittwoch regelmäßig getestet und sollen ab Freitag - komplett abgeschottet und separat in einem eigenen Hotel untergebracht - erst die Gruppen- und dann die K.o.-Spiele austragen. Der Post-Trainer nimmt die strengen Auflagen und hohen Hygienestandards gerne in Kauf. "Aus sportlicher Sicht sind wir im Moment froh über jeden Wettkampf. Außerdem bietet das Turnier in Düsseldorf natürlich die Möglichkeit, sich gerade in der aktuell nicht ganz einfachen Zeit als Randsportart in den Mittelpunkt zu rücken", sagt Erik Schreyer. Nachdem das Team zuletzt jeweils nur knapp im Viertelfinale an Saarbrücken beziehungsweise an Jekaterinburg gescheitert war, rechnen sich die Thüringer gute Chancen aus. "Das Abschneiden der Vorjahre zeigt, dass das Halbfinale für uns absolut realistisch ist", sagt der Trainer.

Allerdings hatte er sich am vergangenen Wochenende das "Aufwärmen" für die Königsklasse anders vorgestellt. Denn in der Bundesliga gab es statt der Heimspiele gegen Düsseldorf und Ochsenhausen eine unfreiwillige Pause. Grund war ein positiver Coronatest bei einem Spieler des TTC Bergneustadt, der in der Woche zuvor gegen Mühlhausen gespielt hatte. Daher sagte die Tischtennis-Bundesliga vorsorglich die beiden Partien der Thüringer ab. Der Start in der Champions League ist laut offiziellen Angaben vom Montag aber nicht gefährdet.

Mit dem bisherigen Abschneiden in der Bundesliga ist Erik Schreyer "nicht unzufrieden, aber auch nicht top zufrieden". Mühlhausen liegt mit 8:8 Punkten aktuell in der Zwölferstaffel auf Platz 7. "Man muss aber auch sagen, dass es dieses Jahr die ausgeglichenste Liga aller Zeiten ist", sagt der Vogtländer. Erschwerend kommt für alle dazu, dass es neben den Bundesligaspielen kaum Wettkämpfe gibt. Das ist auch eine Herausforderung für den Trainer, da die Spieler einfach mehr Feedback einfordern, um bestimmte Details in ihrem Spiel verbessern zu können.

Dass in Mühlhausen die Spieler teilweise älter sind als der Trainer, sieht Erik Schreyer dabei nicht als Nachteil: "Wir verstehen uns auch abseits der Halle, und das macht uns in Mühlhausen auch aus."

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