Auerbach nimmt gutes Gefühl aus Zwickau mit

Fußball: Regionalligist steht bei Hallenmasters im Endspiel

Zwickau.

Die Enttäuschung war schnell vergessen. Als der VfB Auerbach am Samstag einige Minuten Zeit für die Siegerehrung des Hallenmasters in der Zwickauer Stadthalle hatte, legte sich schnell der Frust über das 2:5 im Finale gegen den FSV Zwickau. Der Regionalligist hatte - trotz der Finalniederlage - einen guten Start ins neue Jahr erwischt. "Wir haben unser Ziel erreicht", sagte Marc-Philipp Zimmermann, der als bester Torjäger glänzte.

Das Halbfinale hatte die sportliche Leitung als Ziel ausgegeben. Und das nicht ohne Grund: Im Vorjahr schied der VfB nach der Vorrunde sang- und klanglos aus. Es war ein Fehlstart ins Jahr. "Auch wenn es ein Hallenturnier ist, muss die Mannschaft guten Fußball spielen und das abrufen, was gefordert ist", hatte VfB-Coach Sven Köhler seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben. Denn: Auch in der Halle wird schon so einiges sichtbar, was sich dann unter freiem Himmel fortsetzt. "Ein Hallenturnier ist in Ordnung", sagt der Auerbacher Kapitän Marcel Schlosser. "Danach wollen wir aber auch schnell wieder raus."

Gestern Abend war es soweit. Sven Köhler rief sein Team zur ersten Trainingseinheit in Vorbereitung auf die Rückrunde zusammen. Der Kreis der Spieler ist unterdessen geschrumpft: Nach dem Abgang von Florian Mielke und Kilian Müller stehen wohl auch bei Arlind Shoshi und Felix Kunert die Zeichen auf Abschied.

Für den VfB ist damit klar, dass personell im Winter noch etwas passieren muss. "Wir brauchen von der Anzahl der Leute einfach ein bisschen was", sagt Köhler. Zwei Neue standen in Zwickau bereits auf dem Kunstrasen: ein echter und ein gefühlter Neuzugang. Mit Daniel Tarczal kehrt ein Langzeitverletzter wieder zurück. In Zwickau traf er sogar im Finale einmal. Das soll sich auch draußen fortsetzen. "Er ist ein Spieler, den wir auf dieser Position unbedingt benötigen", so Köhler. Zumal aus der Rückkehr von Alexander Mattern, der zu einem Auslandssemester in Schweden war, nichts wird. Er schloss sich Ligakonkurrent Bischofswerda an.

Einer, der schon halb auf dem Weg nach Auerbach ist, heißt Josef Ctvrtnicek. Der 28-Jährige spielte bisher in Tschechien und soll die Lücke in der Offensive schließen. In Zwickau spielte er bereits mit. Mit 1,98 Metern ist er ähnlich groß wie Mielke, dafür aber deutlich robuster. Vielleicht sogar etwas zu robust. Er müsse noch etwas an der Athletik arbeiten, sagte auch der VfB-Coach.

Zwar kein Maßstab, aber dafür ein besonderes Erlebnis war das Turnier für Paolo Süß. Der Offensivspieler des Reichenbacher FC hielt in der Westsachsen-Auswahl die vogtländische Fahne hoch. Allerdings klappte es mit dem erfolgreichen Abschneiden nicht so recht. Sein Team wurde Letzter. Dennoch sammelte der RFC-Kicker tolle Erfahrungen: Vor 3500 Zuschauern hat Süß noch nie gespielt. "Ich habe viel von den großen Namen gelernt: die Finten, die Übersicht, die ständige Bewegung." Das will er mitnehmen. Sein Wunsch: "Das war eine schöne Sache, ich würde mich über eine Wiederholung freuen." Und so geht auch er mit einem guten Gefühl ins neue Jahr.

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