Auerbach schießt Bischofswerda ab

In der Fußball-Regionalliga hat sich der VfB trotz widriger Bedingungen ein 4:0 erspielt. Auch der Trainer sorgte mit dafür, dass das Spiel ausgetragen werden konnte.

Auerbach.

Der Rasen des VfB-Stadions in Auerbach erstrahlte schon wieder in sattem Grün, als VfB-Coach Sven Köhler eine halbe Stunde nach Spielende über die Partie sprach. Den 4:0-Sieg widmete er denjenigen, die vor dem Spiel schnell gehandelt hatten. "Und den Fans, die sich das heute bei diesen Temperaturen angetan haben", sagte er.

Denn das Spiel gegen den Bischofswerdaer FV stand nach einem neuerlichen Wintereinbruch am Samstagvormittag auf der Kippe. Die Gäste hatten keine besonders große Lust verspürt, auf dem durchnässten, tiefen Rasenplatz zu spielen - bis auf BFV-Kapitän und ehemaligen Auerbacher Philipp Kötzsch. Ihm zauberte der schneebedeckte Platz vor der Partie ein Erinnerungslächeln ins Gesicht.

Köhlers Dank an die zehn Helfer, die innerhalb von einer Stunde den Platz vom Schnee befreiten, war Ausdruck des Respekts. Er richtete sich aber auch ihn selbst: Denn Köhler nahm ganz pragmatisch den Schneeschieber selbst mit in die Hand. Das zeigt: Der frühere Drittliga-Trainer ist voll und ganz beim VfB angekommen. Er nimmt die - etwas anderen - Auerbacher Bedingungen an und gibt sie an sein Team weiter. Gegen Bischofswerda war bei diesen Voraussetzungen klar, dass es erneut keine spielerische Glanzleistung geben würde. "Ich habe den Jungs gesagt: Heute geht es nur mit einfachem Fußball", sagte Köhler nach dem Spiel. "Das wird entscheidend sein."

Es war entscheidend. Aber zunächst fast in die andere Richtung: Philipp Müller, eigentlich ein Spieler, der unverdächtig ist, die Bedingungen zu unterschätzen, unterlief ein folgenschwerer Fehler. Sein Rückpass auf Keeper Stefan Schmidt blieb im Schnee liegen. Sonntag ahnte es und hatte freie Bahn. Schmidt verhinderte mit all seiner Erfahrung Schlimmeres. Ein Rückstand wäre eine große Hypothek gewesen. Gerade zu diesem Zeitpunkt, als sich Auerbach schwer tat.

"Auch wir haben eine Viertelstunde gebraucht, um uns an die Bedingungen zu gewöhnen", so Köhler. Denn das Abschlusstraining habe man noch auf einem Rasenplatz gemacht. Genau wie der Schnee tauten die VfB-Tugenden auf: Die Vogtländer entdeckten ihren Einsatzwillen und ihr geradliniges Spiel nach vorn. Eine Körpertäuschung von Amer Kadric, eine Maßflanke - und Marc-Philipp Zimmermann bescherte die Führung vor der Pause. Das Tor ebnete den Auerbachern den Weg zum Sieg. Denn mit Zimmermanns Tor war auch das Selbstbewusstsein zurück, um Bischofswerda den Zahn zu ziehen. Die Gäste spielten mit Engagement, wirkten aber in der Offensive unglücklich.

Schnörkellos spielte der VfB weiter und konnte sich auf den Lauf der letzten Wochen verlassen. Das 2:0 - ein Glückstreffer. Vaclav Heger rutschte der Ball bei einer Flanke über den Fuß, doch statt im Ballfangnetz zu landen, senkte er sich über den völlig überraschten Keeper ins Netz. "Wenn du nach der Pause schnell mit 2:0 führst, dann gelingen auch Dinge, die vorher nicht geklappt haben", sagte Sven Köhler.

Es war eine Demonstration der Auerbacher Stärke. Ein Treffer aus der zweiten Reihe von Daniel Tarczal und ein weiterer Kopfballtreffer von Marc-Philipp Zimmermann besiegelten den Sieg.

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