Auerbacher Mini-Serie reißt in der Hauptstadt

Fußball-Regionalliga: Der VfB zieht 0:2 bei Hertha II den Kürzeren

Berlin.

Die Auerbacher Mini-Serie ist gerissen: Nach vier Spielen ohne eine Niederlage mussten sich die Vogtländer am Samstag in Berlin erstmals wieder geschlagen geben. Der VfB unterlag in der Fußball-Regionalliga einer bärenstarken und hervorragend besetzten Mannschaft von Hertha BSC II. Die Berliner traten mit vier Spielern aus dem Bundesliga-Kader an. Am Ende machte auch einer der Profis den Unterschied aus: Sami Allagui traf nach der Pause im Doppelpack. Zuvor hatte sich Auerbach eine Stunde lang nach Kräften gewehrt. Doch die Bürde, auf vier wichtige Akteure verzichten zu müssen, wog schwer. Daniel Rupf, Marcel Schlosser, Danny Wild und Philipp Müller fielen aus, Felix Lietz nahm nach seiner Verletzung nur auf der Bank Platz.

Die zweite Reihe sollte sich bewähren - und hatte gleich zu Beginn große Probleme mit dem Berliner Druck. Die Gastgeber überrannten beinahe die neuformierte Auerbacher Elf. Mlynikowski (4.), Allagui (5.) und Kurt (29.) trafen Aluminium, Pelivans Freistoß zwang VfB-Keeper Schmidt zu einer Glanztat (16.). Es hätte also schnell so richtig schiefgehen können für den VfB, hätte die Hertha in dieser Phase mehr Treffsicherheit gezeigt. Doch die Gäste nahmen es pragmatisch. Lagen sie schon einmal nicht im Rückstand, spielten sie auch gleich munter mit. Nach und nach kamen sie ins Spiel. Was aber fehlte, war eine gelungene Offensivaktion. Bei allem Engagement fanden die Auerbacher keine Lücke. Vorerst nicht.

Denn nach der Pause blieben die Vogtländer ebenbürtig und konnten in der Aluminium-Treffer-Bilanz ebenfalls punkten. Axel Kühn setzte sich in der linken Strafraumseite durch, sein Schuss prallte aber auch nur an den Pfosten und von dort zu Philipp Kötzsch, der nicht mehr die Ruhe hatte, den Ball an Kurt vorbei ins Netz zu legen (48.). Die Aktion hätte beinahe den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Vielleicht hätte es dann auch für einen Punktgewinn für die Auerbacher gereicht, denn im Anschluss platzte der Berliner Knoten, als ausgerechnet der zuvor so starke VfB-Keeper Stefan Schmidt patzte. Bei einer Flanke kam er einen Schritt zu spät. Mit der Erfahrung von über 60 Toren in der 1. und 2. Bundesliga stieg Sami Allagui hoch und köpfte zur Hertha-Führung ein (62.).

Angesichts der hohen Temperaturen und des zuvor schon kräfteraubenden, da sehr schnellen Spiels, war absehbar, dass die Vogtländer es nun sehr schwer haben würden, noch einen Punkt zu holen. Die Hiemisch-Elf bemühte sich zwar weiter, aber es blieb dabei, dass bislang nur Stanley Ratifo in einem Regionalliga-Punktspiel für die Gelb-Schwarzen getroffen hat. Er war diesmal über weite Strecken jedoch abgemeldet. Dass die Berliner in der Schlussphase noch auf 2:0 erhöhten, war nur noch zweitrangig. Allagui machte abgeklärt gegen Schmidt seinen zweiten Treffer perfekt. Der Auerbacher Trainer Michael Hiemisch war trotz des Ergebnisses nicht völlig unzufrieden: "Es war ein gutes und temposcharfes Spiel. Nach der Anfangsphase haben wir ordentlich dagegengehalten." Nun hofft er gegen Energie Cottbus am kommenden Samstag, 15 Uhr, auf den Start einer neuen Erfolgsserie.

Statistik VfB Auerbach: Schmidt - Mattern/V, Heger, Paul - Jastrzembski/V - Amaro, Kötzsch (88. Lietz), Paradies, Kühn (79. Üre) - Ratifo/V, Mlika/V (70. Löser). Tore: 1:0/2:0 Allagui (62./83.). Schiedsrichter: Prager (Gera). Zuschauer: 208.

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