Auf dem "weißen Rasen" fehlt noch etwas der Zug zum Tor

Fußball: Landesligist Reichenbacher FC verliert sein Testspiel gegen Oberligist VFC Plauen im tschechischen Skalna 1:3 (0:2)

Skalna.

Das Ergebnis bei dieser doppelten Tschechien-Premiere - im Nachbarland kickten beide noch nie - blieb Nebensache. Vielmehr war nicht nur VFC-Trainer Nico Quade die Erleichterung anzusehen, dass es für seine Jungs endlich wieder losgeht. Denn die ersten geplanten vier Testspiele hatte General Winter allesamt ausfallen lassen. "Mit so einer Konstellation muss man in dieser Jahreszeit immer rechnen. Endlich hat es geklappt. Der erste Freilufttest gegen den kampfstark auftretenden RFC war absolut in Ordnung. Trotz des glatten Untergrundes kam das spielerische Element nicht zu kurz. Beim Gegentor haben wir völlig unnötig im eigenen Strafraum den Ball vertändelt, ihn quasi dem Kontrahenten aufgelegt. Und der sagte Danke. Darüber ärger ich mich."

Quades Gegenüber Ronald Färber zeigte sich trotz der Niederlage nicht unzufrieden: "Man hat gesehen, dass der VFC schon etwas weiter in der Vorbereitung steckt als wir und eine Klasse höher kickt. Durch das Fehlen einiger Offensivkräfte hielt sich die Gefahr für das Plauener Tor in Grenzen. Der direkte Zug nach vorn fehlte. Hinten standen wir recht kompakt. Wir haben uns 90 Minuten voll ausgepowert, nachdem bereits am Vormittag und gestern trainiert wurde. Die Bedingungen hier in Skalna hätten nicht besser sein können."

In der Tat präsentierte sich der Platz optimal. Zum Anpfiff präsentierte sich der "weiße Rasen" wie ein Teppich. Doch die Spuren im Schnee ließen das Geläuf mit der Zeit holprig werden. Ein Lied konnte davon Reichenbachs Keeper Bößneck kurz vor der Pause singen. Ein eigentlich harmloser Rückpass rutschte über sein Schussbein. Der Ball landete bei Morosov, der sich diese unfreiwillige Vorlage mit einem Heber ins lange Eck zum 2:0 nicht entgehen ließ. Wenig Minuten zuvor bereitete er die Führung vor. Seine Eingabe köpfte Varnhagen am Elfmeterpunkt ein.

Gefahrenmomente hielten sich bis zum 1:0 auf beiden Seiten in Grenzen, wenngleich der Oberligist deutlich mehr Ballbesitz hatte und im Mittelfeld druckvoller auftrat. Nach dem Wechsel war er durch Zimmermann, Morosov und Franjic zunächst dem 3:0 näher als Reichenbach dem Anschluss. Doch als der eingewechselte Schwandner nach einem Eckball im Strafraumschneegestöber verkürzte, kam sogar noch etwas Spannung auf. Die machte Schindler aber zunichte, der einen schnellen Gegenzug über Zimmermann am langen Pfosten einlaufend zum Endstand abschloss.

Reichenbach: Bößneck (46. Hettwer) - Demmler, Seidel, Vogel, Albert, Nötzel, Particke, Pechtl (56. Witzke), Gemeinhardt, Landmesser (65. Schwandner), Süß (60. Dathe). Tore: 0:1 Varnhagen (39.), 0:2 Morosov (43.), 1:2 Schwandner (74.), 1:3 Schindler (80.). SR: Franke (Zwickau). Zuschauer: 20. (omh)

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