Aufgegeben hat sich noch keiner

Der 16. Spieltag der Fußball-Vogtlandliga steht im Zeichen des Abstiegskampfes. Lengenfeld als Vorletzter erwartet das Schlusslicht Wacker.

Plauen.

Für den Vorletzten VfB Lengenfeld und Schlusslicht 1. FC Wacker Plauen könnte am Sonntag eine Vorentscheidung um den Verbleib in der Fußball-Vogtlandliga fallen. Lengenfeld, Gastgeber am 16.Spieltag, hat zwei Zähler mehr auf dem Konto als Wacker. Der VfB hat mit dem 0:0 im Ortsderby in Irfersgrün Selbstvertrauen getankt. "Diesen Punkt wollen wir nun vergolden", sagt Trainer Knut Göbel. "Diesen Aufwind wollen wir nutzen, zumal wir eine sehr gute Vorbereitung auf die Rückrunde hatten. Alles hat gepasst."

Die Durchhalteparolen bei Gegner Wacker Plauen sind auch nach acht Niederlagen in Folge nicht leiser geworden. Nach dem 1:3 zu Hause gegen Schreiersgrün schickte der Verein die Mannschaft geschlossen zur Faschingsfeier in die Festhalle. "Diese teambildenden Maßnahmen haben zumindest dazu geführt, dass wir keinen einzigen Abgang vermelden mussten, was bei einem Tabellenletzten nicht oft vorkommt", sagt Trainer André Neidhardt. Und die Plauener haben sich bereits in der Kabine nach dem Schreiersgrün-Spiel geschworen: "In Lengenfeld soll ein Sieg her, um im Kampf um den Klassenerhalt überhaupt wieder mitreden zu können", betont Neidhardt. "Vergangenes Jahr haben wir bewiesen, dass man uns nie abschreiben sollte. Ich bin fest davon überzeugt, mit dieser Mannschaft die Klasse halten zu können."

Auch an der Tabellenspitze gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Dort haben sich die durch nur einen Zähler getrennten FC Fortuna Plauen und SV Schreiersgrün mittlerweile fünf Punkte von ihren Verfolgern abgesetzt. Beide haben lösbare Aufgaben vor der Brust. Spitzenreiter Fortuna erwartet den BSV Irfersgrün (Rang 8). Nach nur zwei Remis aus den vergangenen vier Spielen und zuletzt zwei torlosen Auftritten scheint ein Punktgewinn der Irfersgrüner in weiter Ferne. Die Fortuna, die mit 56 Treffern die mit Abstand beste Offensive aufweist, hat als Aufsteiger überhaupt erst drei Begegnungen verloren und scheint auf dem besten Weg, ihren Durchmarsch fortzusetzen.

Der Tabellenzweite Schreiersgrün gastiert beim Elften, dem FC Werda. Während der mit einer 0:1-Heimniederlage gegen Rotschau ins neue Jahr gestartet und damit seit vier Partien ohne Punkt ist, gelang Schreiersgrün ein 3:1 bei Wacker Plauen. Das war allerdings der erste Sieg seit dem 11. November. Danach gab es eine Niederlage und drei Unentschieden.

Platz 3 gehört immer noch der SG Unterlosa. Beim SV Kottengrün (Platz 10) können die ebenfalls aufgestiegenen Rand-Plauener erneut ihre Qualitäten beweisen. Das 4:1 zum Auftakt gegen den VfB Auerbach II dürfte ihnen weiteres Selbstvertrauen geben. Der ehemalige Landesklasse-Vertreter Kottengrün kommt dagegen immer mehr wie eine graue Maus daher, feierte in 14Partien nur vier Siege. Zwar gelang zuletzt ein 1:1 in Syrau, der letzte Sieg datiert jedoch vom 4. November (6:1 gegen Schreiersgrün).

Punktgleich mit Unterlosa hat sich die SG Rotschau auf den vierten Platz vorgekämpft und erwartet nun den Tabellennachbarn 1. FC Rodewisch, der sich ebenfalls aus den Niederungen des Klassements hochgearbeitet hat. Die Rodewischer sind seit Anfang November ungeschlagen (vier Siege, zwei Unentschieden), während die Rotschauer im gleichen Zeitraum ein Remis und fünf Erfolge erreichten.

Mit dem SC Syrau (Platz 7) und dem VfB Mühltroff (Rang 6) stehen sich zwei in der Tabelle benachbarte Teams gegenüber. Beide nahmen vergangenes Wochenende jeweils einen Punkt mit. Gastgeber Syrau ist seit fünf Begegnungen unbesiegt, die Mühltroffer, die aufgrund ihrer im Spätsommer begonnenen Platzsanierung nur noch auswärts kicken, seit vier.

Der VfB Auerbach II, in der Winterpause mit neun Zählern Abzug für im Verein fehlende Schiedsrichter bestraft, ist aus dem oberen Mittelfeld auf den drittletzten Rang abgerutscht. Um die fünf verlorenen Ränge wieder hochzuklettern, wäre ein Heimsieg gegen Grün-Weiß Wernesgrün kein schlechter Anfang. (mit kare)

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