Beim Miteinander lernen alle dazu

Noch bis Sonntag ist das Schullandheim Netzschkau Gastgeber für ein Volleyballcamp. Einige Teilnehmer daran kommen von weither ins Vogtland.

Auch zwischen den Trainern Ondrej Simak (links) aus Tschechien und Silvio Goller gibt es einen regen Austausch im Rahmen des Volleyballcamps.
Für die Teilnehmer des Bad Brambacher Volleyballcamps ging es gestern zum Beachvolleyball ins Freibad Oberreichenbach.

Von Ralf Wendland

Die Teilnehmer am Bad Brambacher Volleyballcamp, das bis Sonntag im Schullandheim Schönsicht in Netzschkau eingerichtet ist, sind gestern frühmorgens ins Freibad Oberreichenbach eingerückt. Allerdings stand dort nicht etwa das Badengehen im Mittelpunkt, sondern vielmehr Beachvolleyballtraining.

Dort wartete zunächst etwas trockene Regelkunde, die notwendig war, da es einige Unterschiede zum klassischen Volleyball in der Halle gibt, wie Trainer und Betreuer Silvio Goller erklärt. Es folgten praktische Übungen bis hin zu einem Turnier am Nachmittag, bei dem alle 46 Aktiven eingebunden waren - insgesamt ein straffes Programm. Die jungen Leute aus Deutschland und Tschechien waren alle im Alter zwischen acht und 18 Jahren. Darunter fanden sich einige "Wiederholungstäter", wie Silvio Goller schmunzelnd erklärte, der das Camp zusammen mit der Lehramtsstudentin Lisa Unger leitet.

Als Trainer sei es nicht einfach, so Goller, mit fast 50 Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Man müsse versuchen, entsprechend des Alters und der Fähigkeiten zu agieren. "Es gibt da schon große Unterschiede", so Goller, der versucht, so viel wie möglich an Technik zu vermitteln. Die Teilnehmer lernen auch voneinander. Clara Gruschwitz aus Reuth bei Neumark sagte: "Es hat schon voriges Jahr sehr viel Spaß gemacht, und deshalb bin ich wieder mit dabei." Mit den tschechischen Sportlern verstehe sie sich gut, so die 14-Jährige, die voriges Jahr vom FSV Reichenbach zum SSV Fortschritt Lichtenstein wechselte und künftig bei den Frauen mitspielen möchte: "Es ist ein schönes Miteinander mit den Tschechen. Was die Technik angeht, kann man sich einiges voneinander abschauen und fürs eigene Spiel mitnehmen."

Max Seifert kam extra aus Markkleeberg angereist, um beim Camp dabei sein zu können. Der 17-Jährige meinte: "Es ist alles sehr entspannt." Der 16-jährige Leo Steinhausen aus Leipzig fügte hinzu: "Aufmerksam geworden sind wir durch einen Aushang in unserem Sportverein. Was wir hier erleben, ist eine schöne Woche, wo Training und Freizeit kombiniert werden."

Zu den Betreuern der tschechischen Sportler gehört Ondrej Simak, der selbst auf regionaler Ebene Volleyball spielt. Wie Simak erklärte, bestehen die Beziehungen ins Vogtland bereits seit mehr als zehn Jahren. Das sei mit der Zeit gewachsen, und man komme immer wieder sehr gern mit jungen Leuten zum Volleyballcamp.

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