Cheerleader machen künftig gemeinsame Sache

Der in Oelsnitz ansässige obervogtländische Verein hat seit kurzem ein Pendant in Plauen. Dass beide auf den ersten Blick eigenständig bleiben, hat mehrere Gründe.

Plauen/Oelsnitz.

Für die Verantwortlichen der Plauener Angelz Cheerleader gab es im Sommer nur zwei Optionen: Den Verein aufzulösen oder mit dem Cheerleaderverein Obervogtland aus Oelsnitz zusammenzugehen. "Über die Jahre ist die Personaldecke bei uns dünner geworden. Bei den Oelsnitzern war das ähnlich. Da sich die beiden Trainer Mario Baßler und Arne Zobirei lange kennen, kam schließlich der Gedanke auf, künftig gemeinsame Sache zu machen", sagt Oliver Spott, der sowohl bei den Angelz als auch jetzt zum Vorstand gehört.

Auf dem Papier bleiben der Cheerleaderverein Obervogtland (CVO) und der Cheerleaderverein Plauen (CVP) eigenständig. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die Förderrichtlinien der einzelnen Kommunen nur Vereine unterstützen, die ihren Sitz in der jeweiligen Stadt haben. Auch Hallenzeiten können oft nur beantragt werden, wenn der Verein aus der Stadt kommt. "Wären wir komplett fusioniert, hätte das eher Nachteile gehabt. Deshalb gibt es weiterhin zwei Vereine, die aber wie einer arbeiten", erklärt Oliver Spott. Das Führungsgremium um den Ersten Vorsitzenden André Appel und die Zweite Vorsitzende Daniela Hadlich sowie Arne Zobirei, Andreas Sieweck und Oliver Spott ist gleich, auch die Satzung ist bis auf kleine Details identisch. Trainiert wird in gemischten Teams in Oelsnitz und Plauen. Wer künftig neu zu den Cheerleadern kommt, wird automatisch Mitglied in beiden Vereinen. "Bei Wettkämpfen wird es aber oft nur ein CVO-Team geben. Nur bei offenen Meisterschaften gehen die Plauener dann unter eigenem Namen an den Start", sagt Spott.

Wann das zum ersten Mal der Fall sein wird, steht derzeit in den Sternen. Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ruht aktuell der Trainingsbetrieb, und auch die nächsten Wettkämpfe sind noch nicht absehbar. Immerhin ihr geplantes Trainingslager Ende Oktober konnten die Cheerleader durchführen. "Wir hatten unsere Gruppen extra schon verkleinert und gehofft, zumindest weiter trainieren zu können. Durch die lange Pause im Frühjahr waren vor allem bei den Sechs- bis Zehnjährigen viele Kinder verloren gegangen. Die Gruppen konnten wir jetzt gerade wieder aufstocken, und nun kommt erneut eine Pause", sagt Arne Zobirei. Mit Online-Training per Video hofft er, in den kommenden Wochen die Kinder besser im Verein halten zu können.

Für die Zukunft setzen die CVO/CVP-Verantwortlichen auch viel Hoffnung in die geplante neue Sporthalle an der Plauener Kemmler-Oberschule. "Wir wollen diese gerne als unseren Haupttrainingsort etablieren", betont Oliver Spott. Schon seit langem verfolgen die Plauener Cheerleader die Planung für die Halle intensiv und bringen sich mit ein. So wollen sie unter anderem dafür sorgen, dass dort spezielle Voraussetzungen für ein optimales Training berücksichtigt werden. "Auch wenn es noch ein wenig hin ist: Wir wollen uns so im Breitensport etablieren und als Standort einfach auch attraktiver werden", sagt Oliver Spott.

00 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.