Concordia Plauen schafft die Sensation

Beim Hallenfußballturnier um den Pokal der "Freien Presse" sind am Wochenende die letzten vier Finalteilnehmer gekürt worden. Syrau, Oelsnitz und Rodewisch begleiten das Überraschungsteam.

Plauen.

441 Zuschauer sahen am Samstag in der Plauener Helbig-Halle die wohl spannendste Zwischenrunde, die mit einer Überraschung zu Ende ging. Das deutete sich schon nach den ersten drei Spielen an. Denn der Reichenbacher FC trennte sich zum Auftakt nur 1:1 vom Leubnitzer SV und der SC Syrau mit dem gleichen Ergebnis von Adorf. Concordia Plauen startete mit einem souveränen 3:1 über Wacker Plauen. Der Reichenbacher FC musste beim 2:2 gegen Wacker den nächsten Dämpfer einstecken, zumal Demmler als spielender Torhüter nach einer Tätlichkeit für den Rest des Turniers gesperrt wurde.

Im Anschluss ließ Leubnitz den Adorfern beim 3:0 keine Chance. Die Syrauer holten sich den ersten Sieg beim 4:2 über Concordia. Reichenbach legte nach zwei Remis mit dem deutlichen 5:1 über Adorf nach. Matthes und Rotthoff sicherten Syrau bei einem Gegentreffer von Erl den nächsten Dreier gegen Wacker Plauen. Concordia bezwang die starken Leubnitzer mit 3:2. Der Siegtreffer glückte Torwart Brieger in der Schlussminute. Der Reichenbacher FC setzte sich mit einem 4:3 über Syrau an die Spitze der Tabelle. Concordia Plauen verpasste mit dem 2:2 gegen schwache Adorfer eine bessere Ausgangsposition für seine letzte Partie, während sich Leubnitz mit einem 2:1 über Wacker wieder ins Gespräch brachte.

Vor den beiden entscheidenden Spielen hatte Reichenbach einen Punkt Vorsprung vor den Verfolgern Leubnitz, Syrau und Concordia Plauen. Letztere mussten also im direkten Vergleich den RFC schlagen, was mit einem 2:1 gelang. Das zweite Ticket sicherte sich Syrau mit einem 5:3 in einem spannenden Match gegen Leubnitz. Während Leubnitz zwar traurig, aber erhobenen Hauptes nach einer tollen Vorstellung die Halle verließ, enttäuschten vorgestern vor allem die Reichenbacher Adorfer.

Gestern haben sich vor 341 Zuschauern in der Plauener Helbig-Halle der SV Merkur Oelsnitz und der 1. FC Rodewisch die letzten beiden Tickets für die am kommenden Samstag stattfindende Endrunde um den Hallenpokal der "Freien Presse" gesichert. Dabei lieferten die Oelsnitzer eine makellose Vorstellung ab und gewannen alle fünf Partien. Als das Weiterkommen schon feststand, wurde auch gegen Kottengrün (5:2) kein Gang zurückgeschaltet. Der erst 18-jährige Rau erhöhte durch vier Treffer gestern sein Torkonto auf zehn. Während Lengenfeld und Elsterberg keine Chance auf ein Weiterkommen hatten, stritten Rodewisch, Kottengrün und Fortuna Plauen um Rang 2.

Kottengrün startete mit drei Siegen. Doch im direkten Duell gegen Rodewisch setzte es eine 2:4-Niederlage. Ein Punkt hätte hier für das Weiterkommen gereicht. Nach dieser ersten Niederlage war Kottengrün in Zugzwang und musste gegen Oelsnitz gewinnen. Doch daraus wurde nichts: Die 2:5-Niederlage spielte den Hallenfüchsen aus Rodewisch in die Karten. Nach einem 2:2 gegen Fortuna Plauen und dem 4:1 über Elsterberg setzte es für Rodewisch zwar eine 0:4-Niederlage gegen Oelsnitz. Mit dem Sieg über Kottengrün und deren Niederlage gegen Oelsnitz musste ein Sieg über Lengenfeld im letzten Zwischenrundenspiel her. In der zehnten Minute jubelten die Kottengrüner, als Nibun Amin die Führung gelang. Bruhnke glich postwendend aus. Seidels Schuss 31 Sekunden vor Abpfiff fälschte Remter zum 2:1 ab und sicherte damit das Weiterkommen. Fortuna Plauen schied als Mitfavorit mit sieben Punkten aus. Entscheidend waren die Niederlagen gegen Kottengrün (2:4) und Oelsnitz (2:7).


Stimmen

Chris Begerock, Trainer SC Syrau: "Nach dem 1:3-Rückstand gegen Leubnitz hatte ich die Endrunde schon abgeschrieben. Positiv sehe ich, dass wir nicht nervös geworden sind und wie wir reagiert haben."

Heiko Ordnung, Trainer Concordia Plauen: "Mit dem Einzug in die Endrunde hat keiner gerechnet. Da standen wir das letzte Mal vor 15 Jahren. Wir sind als Mannschaft aufgetreten, und die alten Hasen Zaim, Elichaouia und Schmidt haben uns verstärkt."

Jens Starke, Trainer Merkur Oelsnitz: "Ich war überrascht, wie gut wir waren. So hatte ich das nicht erwartet. Besonders das Umkehrspiel hat mir gefallen. Für unsere jungen Leute wird die Endrunde was besonderes."

Andreas Wolf, Trainer 1. FC Rodewisch: "Wie manch andere Mannschaft haben wir uns in die nächste Runde gezittert. Oelsnitz war von den vier Kandidaten für die Endrunde die stärkste Mannschaft." (mod)

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