Cousins machen Kartwelt unsicher

Tim und Niels Tröger haben ein erfolgreiches Rennsportjahr abgeschlossen. Die Saisonbilanz fällt bei beiden positiv aus.

Plauen.

Auch in diesem Jahr waren Tim und Niels Tröger im Kartrennsport ziemlich erfolgreich unterwegs. Während der 18-jährige Tim aus Plauen den DMSB-Schalt-Kart-Cup, die zweithöchste Klasse im Rahmen der Deutschen Kartmeisterschaft, als Gesamt-Achter beendete, wurde dessen ziemlich genau ein Jahr jüngerer Cousin Niels aus Theuma in der Meisterschaftsklasse OK 13. sowie Vierter bei den ADAC-Kart-Masters.

"Ich war das zweite Jahr in der Klasse KZ 2 am Start und konnte gleich das erste Saisonrennen in Italien im Regen gewinnen. Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet. Leider ging es danach relativ durchwachsen weiter. Aber vom Speed her waren wir immer vorn dabei, sodass ich mit meiner Saison trotzdem sehr zufrieden bin", bilanziert Tim Tröger sein Motorsportjahr 2019. Dabei war er einmal im PreFinale mit technischem Defekt ausgeschieden, verpasste somit die Finalteilnahme und letztlich die Punkteränge.

Nach Platz 8 in diesem Jahr lautet sein sportliches Ziel 2020 die Top 3 sowie irgendwann der Wechsel in den Automobilrennsport. "Aber das ist, vor allem finanziell, ein sehr hochgestecktes Ziel, das nur sehr wenige erreichen", ist sich Tim Tröger bewusst.

Neben der Rennstrecke dürfte das Jahr 2020 für ihn ebenfalls ein sehr spannendes werden, denn im Frühjahr steht zunächst sein Abitur an. "Da sich die Prüfungs- und Meisterschaftstermine kaum überschneiden, liegt der Fokus wieder auf der Deutschen Kartmeisterschaft. In der zweiten Jahreshälfte bis zum Beginn meines Studiums, voraussichtlich im Bereich Karosserieentwicklung oder vielleicht auch Luft- und Raumfahrt, könnten dann weitere Rennen dazukommen. Aber das lasse ich auf mich zukommen."

In einer nächsthöheren Kategorie bestritt auch Niels Tröger seine zweite Saison. Die Klasse OK ist zwar die offizielle und der Deutschen Kartmeisterschaft ihren Namen gebende Klasse, doch da sie mit Karts ohne Schaltgetriebe ausgetragen wird, sind die DMSB-Schalt-Kart-Meisterschaft sowie der Schalt-Kart-Cup vom sportlichen Wert etwas höher angesiedelt. Voller Tatendrang startete der 17 Jahre junge Niels Tröger in die Meisterschaft 2019 und rückte mit werksunterstütztem Material aus. "Allerdings hatten wir von Beginn an einige technische Probleme, und das Werk kümmerte sich nicht so um uns, wie wir uns das vorgestellt hatten. Daraufhin wechselten wir während der Saison die Motorenmarke, sodass das Jahr insgesamt etwas schleppend verlief", blickt Niels Tröger zurück. Mit den Worten "im nächsten Jahr fahre ich im deutschen Werksteam Mach 1 und bin guter Dinge, dass es besser wird" bringt er zugleich seine Zuversicht für 2020 zum Ausdruck. Dennoch schränkt er ein, dass ein Großteil der Konkurrenz nicht mehr zur Schule geht und viel mehr Rennen bestreitet. "Während ich um die 15 Rennen pro Jahr fahre, kommen andere auf über 30. Mit meiner Leistung, zumal als fünftbester Deutscher und auch mit meinem vierten Platz bei den ADAC-Kart-Masters, bin ich aber grundsätzlich zufrieden. Für nächstes Jahr ist aber noch Luft nach oben", so Niels Tröger.

Mit der im August 2019 in Mülsen eingeweihten Arena E haben die beiden nun eine echte Heimstrecke und sind von ihr ziemlich angetan. "Bisher war Wackersdorf in Bayern meine Lieblingsstrecke, doch Mülsen hat das Potenzial, meine neue Lieblingsstrecke zu werden", erklärt Tim Tröger, dem sein Cousin Niels ohne Einwände zustimmt.

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