Das Jubiläumsrennen ist das schwerste

Mit dem 40. Neujahrsberglauf begann die Serie um den Vogtlandcup 2019. Zwei Sportler haben keinen der 40 Läufe verpasst.

Falkenstein.

Beim Neujahrsberglauf in Falkenstein haben die Aktiven schon einige Wetterkapriolen erlebt. Am Samstag, zur 40. Auflage, hat es die 229 Teilnehmer eiskalt und nass erwischt. Als Untergrund war nasser Asphalt genauso dabei wie Schnee und Schneematsch. Diese Bedingungen haben an den Kräften der Aktiven gezehrt, selbst einige ambitionierte Läufer hatten gerade auf den letzten Metern ganz schön zu kämpfen.

Auf dem langen Kanten über 20,7 Kilometer waren beim Wernesgrüner-Lauf 59 Sportler unterwegs, 115 starteten beim Sparkassenlauf über 11,5 Kilometer und 43 beim Schnupperlauf über 3 Kilometer. Hinzu kamen zwölf Nordic Walker und Walker über 11,5 Kilometer, die allerdings ohne Zeitnahme gestartet sind. Mit der Teilnehmerzahl könne man zufrieden sein, sagt Gesamtleiter Werner Fankhänel, der Vorsitzende des ausrichtenden SV Blau-Weiß Auerbach: "Begonnen haben wir 1980 mit 26 Sportlern. Der Rekord stammt von der 20. Auflage, als wir 341 Läufer zählten. Danach hat sich die Zahl zwischen 200 und 300 eingependelt. Mit den Möglichkeiten, die wir haben, ist das auch das Maximum." Der Neujahrsberglauf war wieder der Auftakt zur Laufserie um den Sparkassen-Vogtlandcup.

Fankhänel wusste 40 fleißige Helfer an seiner Seite, die für einen reibungslosen Ablauf und die Versorgung der Sportler sorgten. Winfried Wehner vom SV Blau-Weiß Auerbach und Reiner Milek vom VfB Lengenfeld, der Vorsitzende des Leichtathletik-Kreisverbandes, sind von Beginn an dabei, haben keinen Lauf ausgelassen. Am Samstag starteten beide in der Altersklasse M 75 über 11,5 Kilometer. Milek erinnert sich lachend: "Damals, als das Ganze losging, waren wir noch 40 Jahre jünger. Der Lauf jetzt war der schwerste überhaupt in all den Jahren." Wehner ergänzt: "Der Lauf war mit Abstand der anspruchsvollste. Auch wenn unsere schnellen Zeiten vorbei sind, Ehrgeiz haben wir noch immer." Sieger des ersten Neujahrsberglaufes war Uwe Löwe, der neue Vorsitzende des Treuener LV: "Ich bin 16-mal mitgelaufen, zuletzt vor fünf Jahren. Jetzt trete ich kürzer."

Über 20,7 Kilometer war diesmal der Klingenthaler Holger Zander, der für den Läuferbund Schwarzenberg startet, in 1:24:01,42 Stunden der Schnellste. "Für die Jahreszeit bin ich sehr gut drauf. Es freut mich, dass ich beim Jubiläumslauf gut durchgekommen bin und siegen konnte." Bei den Frauen gewann Antje Müller vom SV Eula in 1:46:18,14. Über 11,5 Kilometer hatten Jessica Viertel vom SV Vorwärts Zwickau in 53:17,25 Minuten bei den Frauen und Julian Gering vom LAV Reichenbach in 45:25,85 die Nase vorn. Der 16-Jährige sagt: "Der Lauf war sehr anspruchsvoll. Auf der Straße ging es, aber auf den gut sieben Kilometern im Wald lag sehr viel Schnee." Derzeit bereitet sich Gering auf die Deutsche Crossmeisterschaft im März vor: "Mein Ziel dort ist der Titel." Zuvor wird er mit seinem Bruder Fabian ein Klimatrainingslager in Spanien absolvieren.

Ergebnisse: www.neujahrsberglauf.de


Organisationschef geehrt

Die Ehrennadel des Landessportbundes Sachsen in Silber bekam Werner Fankhänel (77), Foto) beim Neujahrsberglauf verliehen, bei dem der Vorsitzende des SV Blau-Weiß Auerbach Gesamtleiter ist. Dem Verein gehört er seit 1981 an, seit 1995 ist er Vorsitzender. "Ich habe in meinem Leben bisher alles im Laufschritt gemacht - in der Landwirtschaft, wo ich tätig war, und im Sport sowieso. Sprinter war ich allerdings nie. Mir liegen eher die längeren Strecken." Ans Aufhören denkt Fankhänel nicht: "Solange es geht, mache ich weiter." Zur Auszeichnung sagt er: "Es ist ein Dankeschön für das Engagement der gesamten Mannschaft. Es ist eine Gemeinschaftsleistung. Allein wäre ich nichts." (wend)

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