Das nächste Ziel ist die EM auf Sardinien

Boxerin Gina Spranger hat ihren ersten internationalen Kampf für die deutsche Auswahl bestritten. Trotz einer Niederlage ist sie nicht enttäuscht.

Oelsnitz/Leubnitz.

Am Ende überwog trotz der Niederlage der Stolz bei Gina Spranger: Die 21-jährige Leubnitzerin, die für das Boxteam Oelsnitz startet, durfte sich am Donnerstag beim 2. World Cup in Köln erstmals das deutsche Nationaltrikot überstreifen. Die im Kampf erlittene Niederlage gegen Marianna Basanets aus der Ukraine ordnete die bodenständige junge Frau realistisch ein: "Meine Gegnerin war weitaus erfahrener, hatte schon viele internationale Kämpfe bestritten, für mich war es der erste überhaupt." Auch physisch sei die Ukrainerin überlegen gewesen. "Sie hat es mir unheimlich schwer gemacht, mich nicht rankommen lassen. Ich habe erst sehr spät in den Kampf gefunden." Ihr Heimtrainer Frank Süß, der den Auftritt seiner Entdeckung am heimischen Bildschirm verfolgte, sah es ähnlich: "Gina gelang es zu selten, die größere Reichweite und die hart geschlagenen Geraden ihrer Kontrahentin zu überwinden. Am Ende gewann die bessere Technikerin gegen die engagiertere Kämpferin. Trotz der Niederlage hat Gina bei ihrem internationalen Debüt nicht enttäuscht." "Aber ich hätte schon einiges besser machen können", meinte die Studentin selbstkritisch.

Weitaus besser war es für Gina Spranger beim vorangegangenen Trainingscamp in Köln gelaufen, das als eine erste Vorbereitung auf eine mögliche Teilnahme an den Olympischen Spielen nächstes Jahr in Tokio gilt. "Ich war sehr zufrieden, die Trainer auch", sagt sie. "Und das trotz einer sechstägigen Unterbrechung." Eine der Sportlerinnen war positiv auf Corona getestet worden. "Da hat der Boxverband sehr schnell reagiert. Allerdings hat mir dadurch ein Stück Vorbereitung auf den Wettkampf gefehlt. Trotzdem war es für mich als junge Sportlerin eine große Ehre, überhaupt nominiert zu werden."

Weiter geht es für die Vogtländerin, die mittlerweile in Frankfurt (Oder) trainiert, Anfang nächsten Jahres. Da soll die Qualifikation für die auf der Mittelmeerinsel Sardinien geplante Europameisterschaft weitergeführt werden. Die wurde im Dezember abgesagt und soll nun im März stattfinden. Aber zunächst steht für die Tochter des früheren Fußballprofis Arnd Spranger - er kickte unter anderem für Chemnitz, Zwickau und Plauen - erst einmal Heimaturlaub auf dem Plan. Und da kann die viel beschäftigte junge Frau mal durchatmen und sagt: "Ich freue mich ganz toll auf die Weihnachtsfeiertage mit der Familie."

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