Dem VfB fehlen Mut und Wille

Die Auerbacher haben am Samstag in der Fußball-Regionalliga beim Berliner AK 0:2 verloren. Eine nur phasenweise gute Leistung reichte den Vogtländern nicht, um dem Angstgegner ein Bein zu stellen.

Berlin.

Der VfB Auerbach unterliegt beim Berliner AK mit 0:2: Auf dem Papier ein Ergebnis ohne jeglichen Überraschungscharakter. Auerbach, als Außenseiter beim Zweiten der Regionalliga angetreten, hatte es wieder einmal nicht geschafft, dem Angstgegner ein Bein zu stellen. Doch so einfach wie diese Kurzzusammenfassung es einem glauben macht, war es dann doch nicht.

Auerbach war mit dem Ergebnis natürlich unzufrieden, mit dem Spiel teilweise auch, aber nicht komplett. Das Team von Trainer Sven Köhler zeigte phasenweise eine gute Leistung. Berlin dagegen riss sich gegen etwas zu mutlose Auerbacher kein Bein raus. Ob die gute Berliner Defensivleistung daran lag, dass der BAK defensiv so konzentriert spielte oder dass Auerbach nach vorn nicht den erhofften Schwung entwickeln konnte, lässt sich nur schwer bestimmen. Die Folge war jedenfalls eine Partie ohne Höhepunkte.

Es war ein typisches 0:0-Spiel, bis die Auerbacher ihre Ordnung verloren und damit die Berliner einluden. Ein unnötiger Ballverlust von Vaclav Heger und Josef Ctvrtnicek im Aufbauspiel wurde bestraft. Ein schneller Pass in die Schnittstelle der Abwehr, ein überlegter Abschluss von Seref Özcan und schon führte der Gastgeber. "Wir haben wieder einmal gesehen, dass es eine Stärke des Berliner AK ist, Fehler des Gegners eiskalt zu bestrafen", sagte VfB-Coach Sven Köhler.

Und dessen Team machte kurz nach der Pause einen weiteren, als Daniel Tarczal in der entscheidenden Zone vor dem Strafraum den Ball hergab. Stefan Schmidt musste die Notbremse ziehen: Foulelfmeter, Tor, die Vorentscheidung zum 2:0. "Ich hätte mir nur gewünscht, dass wir es den Berlinern bei Gegentoren schwerer machen würden", sagte Sven Köhler.

Andererseits kam die Defensive der Hauptstädter zu selten ins Schwitzen. Dem VfB fehlte der letzte Wille, der Mut und die Entschlossenheit, an diesem Tag doch dem Favoriten ein Schnippchen zu schlagen. Lag es vielleicht an der Minuskulisse von 117 Zuschauern oder am Ausfall von Marcel Schlosser?

Dass beim BAK etwas zu holen gewesen wäre, zeigte die letzte halbe Stunde. Plötzlich, als das Spiel entschieden schien, war wieder etwas drin. Auerbach wachte auf und sorgte mit dem beherzten Auftritt in der Schlussphase für ein besseres Gefühl in der Gesamtbewertung. "Wenn es uns in dieser Phase gelungen wäre, den Anschlusstreffer zu machen, wäre es noch einmal spannend geworden", sagte Sven Köhler. "Wir haben heute einiges gelernt. Dinge, die nicht so gepasst haben, müssen wir nächste Woche gegen Bautzen besser machen."

Statistik Auerbach: St. Schmidt - Heger (89. Löser), Sieber, Müller/V, Seb. Schmidt - Tarczal - Stock, Kadric/V, Wild (89. Miertschink) - Ctvrtnicek (54. Trinks), Zimmermann. Tore: 1:0 Özcan (41.), 2:0 Deniz (52./Foulelfmeter). Schiedsrichter: Rauschenberg (Eisenach). Zuschauer: 117.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...