Den großen Favoriten gibt's nicht

Liga bestreitet die Saison erstmals nur mit 13 Mannschaften - VFC Adorf, Stahlbau Plauen und Concordia Plauen hinterließen zuletzt den stärksten Eindruck - Die beiden Neulinge Wildenau und Plauen Nord beginnen mit Heimspielen

Plauen.

Mit einem Novum geht die Vogtlandklasse in ihre neunte Saison. Erstmals sind nur 13 Teams dabei. Der FC Werda wehrte sich erfolgreich beim Sportgericht gegen seinen Zwangsabstieg aus der Vogtlandliga wegen des vermeintlich nicht erfüllten Nachwuchssolls. Weil vor der Gerichtsentscheidung der Abstieg des 1. FC Wacker Plauen vom Vogtländischen Fußball-Verband revidiert wurde, verbleiben nun beide in der Vogtlandliga. Dadurch hat jetzt dort und in der Vogtlandklasse je eine Mannschaft immer spielfrei. Sofern es aus der Landesklasse keinen oder nur einen Absteiger gibt und ein Team der Vogtlandliga aufsteigt, steigt somit nur der Tabellenletzte in die Kreisliga ab.

Die Vogtlandklasse scheint vor dem Saisonstart sehr ausgeglichen zu sein. Kein Team drängt sich als Aufstiegsfavorit auf. Das kann allen nur recht sein. Drei Teams könnten dem großen Feld vielleicht dennoch eine Nasenspitze voraus sein: der VFC Adorf, Stahlbau und Concordia Plauen. Ersterer empfehlt sich als bester Nichtaufsteiger der Vorsaison. Es war die bisher erfolgreichste Spielserie des Liga-Dinos, der lange Zeit oben anklopfte, aber im Schlussdrittel aus der Spur kam.

Genau andersherum zeigten sich die Stahlbauer, die nach zwei vierten Rängen in Folge bei mehr Konstanz über die gesamte Spielzeit durchaus ein heißer Kandidat für die Vogtlandliga sind. Am mutigsten legen die Concorden ihr Ziel mit Rang 1 bis 3 fest. Das ehrt sie. Diesmal wollen es die Plauener wohl wirklich wissen, nachdem sie nach ihrem Abstieg vor sechs Jahren stets im Mittelfeld stecken blieben und immer dann patzten, wenn es in den Schlüsselspielen gegen die unmittelbare besserplatzierte Konkurrenz ging. Das Team hat sich auf alle Fälle in der Breite verstärkt und gehört mit einem Durchschnittsalter von 24,9 Jahren zu den jüngsten der Spielklasse.

Oben mitmischen will auch der zweite noch verbliebene Dino aus Neumark. Wie in den Jahren zuvor würde die Spielvereinigung bei einem möglichen Sprung ins Oberhaus auf keinen Fall nein sagen. Doch darf sie sich dann nicht solch einen Hänger wie im vergangenen Frühjahr leisten, als nach vier Siegen in Folge in den restlichen sechs Partien gleich fünfmal verloren wurde.

Nach einem Pech- und Pleitenjahr mit nur zehn Punkten geht Absteiger VfB Lengenfeld ohne große Erwartungen die Saison an. An eine sofortige Rückkehr in die Vogtlandliga wie 2013 glaubt an der Göltzsch keiner. Ein einstelliger Tabellenplatz soll es aber schon werden.

Rechnen muss man auf alle Fälle mit den Heinsdorfern. Bei ihnen sprudelte zuletzt der Jungbrunnen enorm. Das Team von Daniel Popp stellt den jüngsten Kader überhaupt, ist im Schnitt gerade einmal 23,15 Jahre alt und empfahl sich mit einer bärenstarken Frühjahrsrunde, in der es 23Punkte gegenüber nur neun aus dem Herbst holte, sowie dem Vordringen ins Pokalachtelfinale für kommende Aufgaben.

Im oberen Feld mitmischen, das haben sich auch die Landesklasse-Reserve von Merkur Oelsnitz und die Weischlitzer auf die Fahnen geschrieben. Die Oelsnitzer wussten bei ihrem Debüt zu gefallen, waren mit Platz 8 bester Neuling. Auf Verjüngungskur ist der FSV Bau Weischlitz - Durchschnittsalter 23,5 Jahre -, der erneut einen Platz in der oberen Hälfte anpeilt.

Die SpVgg Grünbach-Falkenstein wird wohl einmal mehr Mittelmaß verkörpern, aber mit dem Abstieg nichts zu tun bekommen. Für Kürbitz soll das zweite Jahr in der Liga kein verflixtes werden. Findet die SG zu alter Heimstärke, dürfte der angepeilte Mittelfeldplatz kein Problem darstellen. Die Aufsteiger Wildenau und Plauen Nord haben zuerst den Klassenerhalt im Sinn. Beide stellten in ihren Kreisligastaffeln die jeweils besten Offensivreihen. Ihr Hauptaugenmerk wird jetzt aber erst einmal auf der Torverhinderung liegen. Vor einer schweren Saison steht wieder der VfL Reumtengrün, der mit 29,7 Jahren das älteste Team stellt und sich zweimal in Folge erst auf dem letzten Drücker vor dem Gang in die Kreisliga rettete.

Am ersten Spieltag haben beide Neulinge Heimrecht. Plauen Nord bekommt es mit den Neumarkern zu tun, die noch nie in einem Auftaktspiel mit leeren Händen vom Platz gingen. An seine Heimstärke aus dem der Vorsaison will Wildenau gegen Oelsnitz II anknüpfen. Die einzige Pleite datierte vom Auftakt vor zwölf Monaten!

Endlich besser starten, unter diesem Motto strebt Concordia gegen Heinsdorf die volle Punktzahl an. Die letzten drei Male blieben die Plauener in den Startblöcken stecken, kassierten stets Niederlagen. Weischlitz hat in der ersten Runde seit fünf Jahren ebenfalls nicht gewinnen können. Klappt es jetzt ausgerechnet beim Absteiger Lengenfeld? In einem Punktspiel treffen beide erstmals seit dem 14. April 1991 wieder aufeinander. Damals gewann Bau in Lengenfeld mit 4:0 in der ehemaligen Bezirksklasse.

Macht Stahlbau dort weiter, wo man in der Rückrunde aufgehört hatte? Grünbach-Falkenstein wird eine kniffliger Gegner, der in der Vorwoche im Pokalspiel den VfL Reumtengrün mit 5:2 nach Verlängerung straucheln ließ. Adorf geht mit Heimvorteil gegen Kürbitz als Favorit ins Rennen, blieb viermal in Folge zum Start ungeschlagen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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