Der HC Einheit Plauen muss seine Torchancen besser nutzen

Mit einer Auswärtspartie startet der Absteiger in die Handball-Sachsenliga. Während er oben mitspielen will, geht es für den SV 04 Oberlosa II nur um den Klassenerhalt.

Plauen.

Auf eine wichtige Hilfe muss Einheit-Trainer Sven Liesegang künftig verzichten. In der Handball-Sachsenliga werden im Gegensatz zur Oberliga keine Partien aufgezeichnet und in ein offizielles Portal gestellt, auf das alle Mannschaften Zugriff haben. "Das erschwert uns die Vorbereitung etwas", erklärt der Coach. So wissen er und seine Spieler nicht allzuviel vom Auftaktgegner HSG Neudorf/ Döbeln, bei dem der HC Einheit morgen um 17 Uhr in die Saison startet.

Das Ziel dort ist klar: Ein Sieg soll her, um mit positiver Stimmung das Projekt Wiederaufstieg anzugehen. Das wird schwer genug, wie die Plauener bei der 22:24-Niederlage in der ersten Sachsenpokalrunde beim Staffelkonkurrenten in Radeburg erfahren haben. "Insgesamt bin ich mit der Abwehrleistung zufrieden. Im Offensivspiel und in der Chancenverwertung haben wir noch einige Defizite", so Liesegang. Vor allem im rechten Rückraum sieht er derzeit die Probleme, zu viele technische Fehler würden passieren. "Den jungen Spielern fehlt natürlich noch Routine in entscheidenden Situationen. Beim gewonnenen Testspiel diese Woche gegen Zwickau gab es schon wieder Fortschritte", sagt der Trainer, der in Döbeln auf den verletzten Bosneac verzichten muss. Auch der Einsatz von Kapitän Multhauf ist ungewiss.

Auftaktgegner Neudorf/Döbeln hätte als Drittletzter der vergangenen Saison eigentlich in die Verbandsliga absteigen müssen. Durch die Aufstockung der Mitteldeutschen Oberliga auf 15 Teams aber gab es nur zwei Absteiger aus der Sachsenliga, und Neudorf/Döbeln blieb drin. Diesen glücklichen Umstand will der Traditionsverein für eine stärkere Saison nutzen. Dabei wird die HSG auf ihre Heimstärke bauen. 14 von 18 Punkten wurden 2015/16 zu Hause geholt. Der Saisonstart im Sachsenpokalwettbewerb mit einem 23:15-Erfolg daheim gegen die SV Lok Leipzig-Mitte macht den Mittelsachsen Mut.

Einzig und allein um den Klassenerhalt geht es für die zweite Mannschaft des SV 04 Oberlosa, die nach ihrem Aufstieg ebenfalls in der Sachsenliga auf Torejagd geht. Das vor allem aus Nachwuchsspielern bestehende Team um Trainer Michel Wiesend empfängt zur Premiere in der neuen Spielklasse morgen, 14 Uhr die SG Leipzig/Zwenkau. Die Gäste sind ein Team aus erfahrenen Zwenkauer Handballern und ganz jungen Talenten aus der A-Jugend des Kooperationspartners SC DHfK Leipzig. Während sich Leipzig/Zwenkau in der Vorwoche im Landespokalspiel 25:24 beim Verbandsligisten HSG Freiberg II durchsetzen konnte, unterlag Oberlosa II beim künftigen Liga-Kontrahenten HSG Riesa/Oschatz 19:26. "Wir sind dort vieles schuldig geblieben und haben zu viele Fehler produziert. Wir müssen und wir können uns definitiv steigern", erklärt Coach Michel Wiesend. Natürlich würde der Oberlosaer Rasselbande ein Erfolgserlebnis zum Saisonstart gut tun. Vor heimischem Publikum will die Mannschaft alles in die Waagschale werfen, um den Auftakt positiv zu gestalten. (mit rimi)

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