Der Methusalem sorgt für seine Zukunft

Seit 111 Jahren gibt es in Pausa einen Ringerverein. Die Erben der Gründer feierten das Jubiläum dort, wo alles begann.

Pausa.

Der 27. Juli ist ein denkwürdiges Datum für die Ringer aus Pausa, denn vor genau 111 Jahren, am 27. Juli 1909, wurde der erste Ringerverein des Städtchens aus der Taufe gehoben. Grund genug, dass Präsident André Wetzel und der Vereinsvorsitzende Ulrich Leithold am Montag den erweiterten Vorstand des KSV Pausa just an dem Ort zusammenriefen, an dem die Gründung erfolgte. Damals hieß das jetzige Restaurant am Markt noch "Hopfenblüt". Trotz Urlaubszeit kamen die meisten Vorstandsmitglieder, Trainer, die Alten Pausaer Athleten sowie einige aktive Ringer zur Feierstunde. Auch der Präsident des Landesverbandes Sachsen, Joachim Kühn, und Bürgermeister Michael Pohl ließen es sich nicht nehmen, den KSV-Ringern zu diesem Jubiläum zu gratulieren.

Ulrich Leithold blickte auf die vergangenen elf Jahre zurück, in denen beim KSV Pausa sehr viel passiert ist. Alle zwei Jahre richtete er ein großes Ringer-Event aus, von Deutschen Meisterschaften bis hin zum Team-Weltcup der Junioren, was dem Verein national, aber auch international viel Lob einbrachte. Sachsen-Präsident Joachim Kühn brachte es in seiner Rede auf den Punkt: "Was der KSV Pausa hier leistet, ist einfach nur Wahnsinn." Er dankte allen Beteiligten und steckte für jedes Jahr Ringen in Pausa einen Euro in die Jugendkasse.

Kühn unterstrich die enorm wichtige Nachwuchsarbeit, bei der der KSV einen wichtigen Beitrag leistet, um im Kampf auf nationaler- und internationaler Ebene zu glänzen. So gehen ab dem neuen Schuljahr mit Sebastian Wagner, Konrad Schütz und John-Paul Spatschke gleich drei Nachwuchsasse an den Bundesstützpunkt nach Leipzig. Mit Max Schmalfuß trainiert ein weiterer junger Nachwuchsringer am Stützpunkt in Chemnitz.

Die 111 Jahre Ringen in Pausa sind angefüllt mit vielen Erfolgen. Stolz präsentierte Horst Steinert seine Chronik, die 17 dicke Ordner füllt. Dazu kam am Montagabend eine weitere Chronik, die von Hans Spatschke zusammengestellt wurde, der über viele Jahre gemeinsam mit Horst Steinert und Klaus Wappler die ehemaligen Ringerrecken im Kreis der Alten Pausaer Athleten zusammenhielt, die bis heute, nun unter der Leitung von Karl-Heinz Scheffler, mit vielen Aktionen das Vereinsleben bereichern.

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