Der SC Syrau und VFC Plauen erreichen die dritte Runde

Beide Vertreter der Region lösten ihre Aufgaben im Fußball-Landespokalwettbewerb. 5:1 siegte der Vogtlandligist gegen Crostwitz, 1:0 der Oberligist bei International Leipzig.

Mit einer starken Mannschaftsleistung fegten die Syrauer die SG Crostwitz aus dem Stadion. Damit zieht der SC Syrau in das Sechzehntelfinale des Sachsenpokals ein und hofft nun auf einen attraktiven Gegner.

Das Tor des Tages beim 1:0-Sieg des VFC Plauen am Samstag beim Oberliga-Kontrahenten FC International Leipzig erzielte ausgerechnet Komnos (9.), dessen Spielgenehmigung erst kurz zuvor in Plauen eingetroffen war. Der Grieche hatte beim Regionalligisten FC Oberlausitz Neugersdorf keine guten Karten mehr und kehrte zum Ende der Wechselfrist zum VFC zurück. Es war sein neunter Vereinswechsel in den vergangenen sechs Jahren. Die Leipziger wussten mit diesem Überraschungsmoment offenbar nichts anzufangen. So konnte Morosow aus dem Gedränge heraus einen überragenden Diagonalpass auf links spielen. Durch diesen lief Komnos alleine aufs Leipziger Tor zu. Der 25-Jährige behielt die Nerven und verwandelte eiskalt.

Die 60 mitgereisten VFC-Fans bejubelten die frühe Führung noch, als ihnen der Atem stockte. Urplötzlich lief nach einem Stellungsfehler der Leipziger Bravo (11.) auf das VFC-Tor zu. Ranninger versuchte zu retten. Der Spanier Bravo trat im Zweikampf in den Boden, strauchelte und stürzte so, dass manch einer im Sportpark Tresenwald ein platzverweiswürdiges Foulspiel gesehen hatte. "Das war es aber aus meiner Sicht nicht", kommentierte VFC-Trainer Rupf die Schlüsselszene. Das Spiel lief weiter. Der Leipziger Spieler Becker sah das ganz anders. Der Deutsch-Marokkaner stürmte über den halben Platz, attackierte den Schiedsrichter und sah Rot. Der VFC gestattete den Leipzigern während der folgenden Überzahl nur noch zwei gefährliche Fernschüsse. "Dass wir das 2:0 nicht gemacht haben, ist einer der wenigen Kritikpunkte, die es anzusprechen gilt", lobte Trainer Rupf den starken Auftritt.

VFC: Szcepankiewicz - Walther (77. Fatajo), Ranninger, Schumann, Albustin - Lucenka, Grandner - Morosow, Komnos (86. Wüstenhagen) - Albert (90. Fritzlar), Guzlajevs. Tor: 0:1 Komnos (9.). SR: Gundler (Chemnitz). rote Karte: Becker (Leipzig 11., Tätlichkeit). Zuschauer: 150. (kare)

Syrau darf weiter träumen. Mit einer hervorragenden Mannschaftsleistung wurde am Samstagnachmittag die SG Crostwitz aus der Landesklasse Ost 5:1 aus dem Syrauer Waldstadion geschossen. Wie bereits in der ersten Pokalrunde drückten die Hausherren von der ersten Minute an aufs Tempo. Nach sechs Minuten belohnten sich die Syrauer das erste Mal. Einen guten Angriff über rechts drückte Daniel Wolf über die Linie. Auch danach bestimmte Syrau die Crostwitzer. Dennoch kamen die Gäste zum überraschenden Ausgleich. Henzl zog trocken aus über 20 Metern ab. Der Ball schlug unhaltbar im langen Eck ein. Doch die Syrauer zeigten sich keineswegs geschockt. Nur eine Minute später schickte Schneider mit einem schönen Pass Rotthoff auf die Reise, der per Lupfer zum 2:1 verwertete. Kurz vor der Pause wurde es deutlich. Matthes zog von rechts nach innen und vollendete mit sehenswertem Schlenzer. Auch nach der Halbzeit drückten die Hausherren dem Spiel ihren Stempel auf. Nach 58 Minuten verwandelte Wolf nach Rotthoff-Flanke. In der Folge waren die Syrauer vor allem nach Kontern sehr gefährlich und standen in der Defensive sattelfest. In der Nachspielzeit sorgte Pascal Steinbach für den Endstand.

Nun hofft der SC Syrau bei der heutigen Auslosung auf einen attraktiven Gegner. Im Lostopf befinden sich aus dem Vogtland auch der Reichenbacher FC (4:0 beim SV Naunhof) und der SV Merkur Oelsnitz (3:1 beim VfB Zwenkau).

Syrau: Himsel (46. Zöphel) - Mannig, Färber, D. Steinbach, Begerock - Schneider, Zierold - P. Steinbach, Rotthoff (65. Köttnitz), Matthes - Wolf (77. Jahn). Tore: 1:0 Wolf (6.), 1:1 Henzl (19.), 2:1 Rotthoff (20.), 3:1 Matthes (42.), 4:1 Wolf (58.), 5:1 P. Steinbach (90+3). SR: Schultheiss (Chemnitz). Zuschauer: 130. (czi)

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