Der SV 04 muss zum Tabellenführer

Unterschiedlicher könnten die Ausgangslagen der beiden Plauener Teams in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga nicht sein. Trotz ähnlicher Tabellenposition hinkt Oberlosa seinen Erwartungen hinterher, während Einheit Plauen überzeugt.

Plauen.

Die Mitteldeutsche Handball-Oberliga startet am Wochenende in das Jahr 2020. Während Oberlosa sein drittes von vier aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen beim NHV Concordia Delitzsch angeht, ist der zweite Plauener Vertreter HC Einheit bei der SG Pirna/Heidenau gefragt.

NHV Concordia Delitzsch - SV 04 Oberlosa: Im Sommer wollte es noch keiner glauben. Doch bereits im August 2019 warnte Cheftrainer Petr Hazl vor einer schweren Saison. "Die Oberliga ist so eng beieinander wie noch nie. Wir hatten in der Vorbereitung Probleme. Einige Spieler sind nicht fit. Und dann werden wir als Vizemeister auch noch gejagt vom Rest der Liga", so Hazl. Genau das sorgte dafür, dass den Handballern vom SV 04 Oberlosa zwischenzeitlich das Wasser bis zum Hals stand. Gegen Delitzsch verlor man erstmals nach anderthalb Jahren wieder ein Heimspiel. Die 23:24-Niederlage ist aus jetziger Sicht doppelt bitter. "Wir haben uns in dem Spiel selbst bezwungen. Und jetzt ist Delitzsch Spitzenreiter und wir fahren als Tabellenachter hin", erklärt Hazl. Die Ausgangslage am Samstagabend ist klar. Die Nordsachsen wollen ab 19 Uhr den Gast aus Plauen erneut bezwingen. Doch die Vogtländer haben sich nach dem Sieg in Jena und der Spielpause etwas erholt. Delitzsch hat 22:6 Punkte und erst eine Heimniederlage kassiert.

SG Pirna/Heidenau - HC Einheit Plauen: Stünden die Plauener auch nach dem letzten Spieltag wie aktuell auf dem 10. Tabellenplatz hätten sie ihr Saisonziel Klassenerhalt erreicht. Doch bis dahin hat das Team vom Trainerduo Vasile Sajenev/Jan Richter noch zwölf schwere Spiele zu absolvieren. Die erste Bewährungsprobe ist am Samstag ab 19.30 Uhr das Auswärtsspiel beim Tabellenvierten SG Pirna/Heidenau.

"Pirnas starke Abwehr und die daraus resultierenden Angriffswellen werden uns enorm fordern. Wir müssen schnell zurückkommen, um erfolgreich gegen deren Positionsangriff zu agieren. Da sehe ich Chancen. Das erste Spiel nach einer Pause ist immer ein besonderes. Wir sind als Außenseiter dort nicht chancenlos. Doch wir brauchen über 60 Minuten wie im Hinspiel eine Top-Leistung", so Richter

Einheit hat bereits bewiesen, wie Pirna zu bezwingen ist. Beim 29:26-Sieg in der Einheit-Arena zeigten die Plauener in beiden Spielhälften eine sehr gute Leistung. Und die war auch nötig, um das routinierte Team der SG zu besiegen. Doch daheim ist Pirna mit bisher fünf Siegen eine Macht. Nur gegen Bad Blankenburg und Oberlosa gelang kein Heimsieg. Mit Schneider bieten die Hausherren den erfolgreichsten Werfer der Liga auf. "Aber insgesamt ist das Teamwork bei Pirna sehr ausgeprägt. Deren Stärke ist nicht nur von zwei, drei Spielern abhängig", so Spielertrainer Richter.

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