Der VfB Auerbach ist gewarnt

Der Fußball-Regionalligist erwartet heute Germania Halberstadt. Eigentlich verspricht das ein Duell auf Augenhöhe. Allerdings sorgte der Gegner in der noch jungen Saison schon für einen Paukenschlag.

Auerbach.

Zum Glück taugen die Quervergleiche im Fußball in der Regel nicht viel. Sonst brauchte der VfB Auerbach heute, 13.30 Uhr am 4. Spieltag der Fußball-Regionalliga gegen Germania Halberstadt erst gar nicht antreten. Denn nachdem die Vogtländer vor zwei Wochen ihr Auftaktspiel daheim gegen den BFC Dynamo 1:4 verloren hatten, schoss Halberstadt eine Woche später im Auswärtsspiel bei eben jenem BFC einen 5:0-Kantersieg heraus. Es war die erste große Überraschung in der laufenden Saison.

VfB-Trainer Sven Köhler erwartet aber nicht nur deshalb ein "ekligeres Spiel" als am Mittwoch bei der VSG Altglienicke, wo die Auerbacher mit dem 1:1 das zweite Auswärts-Remis in Folge unter Dach und Fach brachten. Noch im Berliner Ludwig-Jahn-Sportpark ging der Blick voraus aufs dritte Punktspiel innerhalb von acht Tagen. "Wir waren in den bisherigen drei Spielen Außenseiter. Gegen den BFC haben wir einen vor den Arsch bekommen, haben uns dann zusammengerauft und zwei gute Spiele gemacht. Jetzt kommt mit Halberstadt eine Mannschaft, die mit uns auf Augenhöhe ist. Da müssen wir mit derselben Einstellung wie in den vergangenen beiden Spielen zu Werke gehen", fordert Sven Köhler.

Dabei kann sein Team aus dem Mittwochspiel in Berlin durchaus Selbstvertrauen ziehen, denn der VfB knüpfte nahtlos an die ansprechende Leistung vom 0:0 bei Drittliga-Absteiger Rot-Weiß Erfurt an. Die Abwehr ließ gegen Ex-Bundesliga-Stürmer Chinedu Ede und dessen Mitspieler nur ganz wenige glasklare Chancen zu, bei denen sich zweimal Torwart Stefan Schmidt auszeichnen konnte. Und im Vorwärtsgang beschwor der VfB immer wieder Torgefahr herauf, wenn schnell umgeschaltet und schnörkellos gespielt wurde. Allein bei der Chancenverwertung haperte es (noch).

Von daher dürfte es für Sven Köhler eigentlich keinen Anlass geben, die Startformation gegenüber den jüngsten beiden Spielen großartig zu verändern. Das Ziel für heute Nachmittag ist ohnehin klar: "Der Klassenerhalt geht nur über Siege. Und dafür sind Heimspiele am ehesten geeignet. Aber wir wissen, dass es schwer wird", sagt der Trainer. Ihm hat im jüngsten Spiel der Halberstädter gegen Erfurt vor allem imponiert, wie aktiv und offensiv die Germania verteidigt hat. "Ich erwarte mutige Gäste. Wir sind auf alles vorbereitet", sagt der Trainer.

Während Sven Köhler zum ersten Mal bei einem Punktspiel gegen Halberstadt an der Seitenlinie steht, haben die Duelle zwischen Auerbach und Germania seit dem gemeinsamen Aufstieg in die Oberliga 2003 Tradition. Die Zahlen sprechen leicht für den VfB, der von 26 Duellen mit Halberstadt in der Ober- und Regionalliga bei vier Unentschieden zwölf gewonnen hat. Aber mit der Statistik ist das so ähnlich wie mit den Quervergleichen. (mit masc)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...