Die besten 30 Minuten seit langer Zeit

Die Handballer des TSV Oelsnitz verteidigten mit einem souveränen Heimsieg die Tabellenführung in der 1. Bezirksklasse.

1. Bezirksklasse Männer: TSV Oelsnitz - TSV Zschopau 37:27 (23:9). Zum ersten Heimspiel der Saison präsentierten sich die Oelsnitzer ganz stark und verteidigten souverän ihre Tabellenführung. Nachdem sie in der Vorwoche in Werdau keinerlei Wechselmöglichkeiten hatten, saßen diesmal ein Torwart sowie drei Feldspieler auf der Bank. So war es möglich, das Tempo von Anfang an hoch zu halten. Die Sperken starteten hellwach und mit einer kompakten Deckung in die Partie. Falls doch ein Torschuss durchkam, wurde er oft Beute des bärenstarken Torhüters Robert Seidel. Er entschärfte in der ersten Halbzeit alle drei Siebenmeter, hat diese Saison noch keinen Strafwurf durchgelassen. Aufgebaut auf die starke Deckung - in den ersten 30Minuten bekam Oelsnitz nur neun Gegentore - klappte auch das Umschalten in den Angriff perfekt. Entweder leitete man nach einer erfolgreichen Abwehr einen Konter ein oder kam mit viel Schwung mit der zweiten Welle nach. Doch auch die Angriffe aus dem Spiel heraus liefen super. 23 Tore in Hälfte 1 waren mehr, als manchmal in 60 Minuten gelingen. Doch die Pause nahm den Oelsnitzern den Rhythmus. Die Teams waren kaum wieder auf dem Feld, schon hatte die Heimmannschaft vier Tore in Folge kassiert (23:13). Natürlich war es auch schwer, angesichts des großen Vorsprungs die Konzentration hochzuhalten und an die Leistung aus der ersten Hälfte mit den besten 30Minuten, die in der Sporthalle Oelsnitz in den vergangenen Jahren zu sehen waren, anzuknüpfen. Die Sperken brachten ihren Zehn-Tore-Vorsprung aber über die Zeit, obwohl sie viele Chancen liegen ließen, sich Fehlabspiele leisteten und auch in der Abwehr nicht mehr so kompakt standen. Trotz allem hatten sie das Spiel im Griff und verbesserten weiter ihre Heimbilanz - vergangene Saison ging kein Heimspiel verloren. Am Samstag steht das Spitzenspiel beim Tabellenzweiten in Burgstädt an.

Oelsnitz: Seidel, Beck - Grünwald (10), Schmidt (3), P. Bechler (1/1), Heyne (2), Stache (2), F. Bechler (8/3), Rauh (6), Hirsekorn (3), Lehmann (2). Schiedsrichter: Wunderlich/ Baumann (Plauen/Zwönitz). Strafwürfe: Oelsnitz 7/4 verwandelt, Zschopau 4/1. Strafzeiten: Oelsnitz 6 Minuten, Zschopau 10. Zuschauer: 70. (ixs)

Kreisliga Vogtland Männer: HC Einheit Plauen IV - SG Neptun Markneukirchen 24:12 (12:6). Zu ungewohnter Uhrzeit - Anwurf war am Samstag um 20 Uhr - starteten die Markneukirchener zunächst passabel. Doch nach dem 2:2-Zwischenstand zeigten sich nach und nach immer mehr Lücken in der Neptun-Abwehr. Mit einfachen, gut einstudierten Ablegern an den Kreis kamen die Plauener immer wieder zum Torerfolg. Auch im Angriff lief es bei den Markneukirchenern nicht rund, es wurde oft zu früh abgeschlossen und die gegnerische Abwehr nicht genug beschäftigt. So lagen die Obervogtländer zur Pause bereits 6:12 im Rückstand. Zwar konnten in der zweiten Hälfte die Kreisabspiele durch eine Umstellung in der Abwehr unterbunden werden, das bot den Werfern der Einheit aber immer wieder Chancen. So gingen die Plauener als verdienter Sieger vom Parkett. Oelsnitz II und Klingenthal hatten am Wochenende spielfrei. (fp)

Kreisliga Mittelsachsen Frauen: TSV Oelsnitz - TSV Zschopau 23:19 (11:11). Der neue Trainer Uli Papst feierte mit seinen Frauen einen gelungenen Saisoneinstand. Doch zweier Zugänge sah es am Sonntag personell sehr eng aus, denn mehrere Spielerinnen fehlten arbeits- und verletzungsbedingt. Oelsnitz ging somit lediglich mit einer Auswechslerin an den Start. Die Heimmannschaft ging zwar zunächst in Führung, doch dann setzte sich Zschopau in der ersten Viertelstunde bis auf drei Tore ab. Nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Deckungsarbeit stellten sich die Oelsnitzer Frauen immer besser auf die neue Situation ein, sodass Zschopau die Abwehr nicht mehr so leicht überwinden konnte. So glichen die Gastgeberinnen bis zur Halbzeitpause zum 11:11 aus. Ab dem Stand von 12:12 gingen die Oelsnitzerinnen in Führung und gaben diese nicht mehr aus der Hand. Sie boten eine geschlossene Mannschaftsleistung. Die stark haltende Torhüterin Deichsel knüpfte zudem an ihre gute Leistung aus der vergangenen Saison an und stärkte so ihrer Mannschaft den Rücken. Alle Feldspielerinnen konnten sich in die Torschützenliste eintragen.

Oelsnitz: Deichsel - Steudel (3), K. Fengler (5), Köster (5/4), Büttner (2), Popp (3), Meisel (2), Haller (4). (kfe)

Nachwuchs: In der Sachsenliga der männlichen Jugend A gelang der NSG Oelsnitz/Oberlosa bei der HSG Riesa/Oschatz ein 26:20-Auswärtssieg. In der Bezirksliga der männlichen Jugend C musste die NSG Oelsnitz/Oberlosa in ihren ersten Heimspiel gegen die NSG Neudorf/Döbeln eine knappe 20:21-Niederlage einstecken. Die männliche Jugend B der NSG Oelsnitz/Oberlosa hatte mehr Glück. Sie gewann ihr Heimspiel denkbar knapp 25:24. (khfr)

In der Vogtlandrunde der C-Jugendlichen kam der Nachwuchs des HV 90 Klingenthal beim Turnier in Lengenfeld folgenden Ergebnisse: 7:8 gegen den HC Einheit Plauen, 4:4 gegen den TV Ellefeld, 3:7 gegen den VfB Lengenfeld und 4:4 gegen Concordia Reudnitz. (hvk)

Schönheider Männerturnier: Abgebrochen wurde das Turnier der Schönheider Handballer, an dem sich der HV 90 Klingenthal am Samstag mit seiner Kreisliga-Mannschaft beteiligte. Der Gastgeber stellte zwei Mannschaften, die Handballer aus Berlin-Wildau komplettierten das Feld. Gegen die zeigte Klingenthal im ersten Spiel eine ansprechende Partie, nutzte aber in 25 Minuten 14 klare Einwurfmöglichkeiten nicht und so eine knappe 12:14-Niederlage hinnehmen. Gegen Schönheide 1 tat sich der HV 90 schwer tat. Dennoch kam er durch Konter oder Einzelaktionen immer wieder frei vors Tor der Erzgebirger, aber wie im ersten Spiel mangelte es an der Chancenverwertung. 13 vergebene Möglichkeiten bedeuteten die 13:14-Niederlage. Die nächste Partie zwischen Schönheide II und Wildau wurde aufgrund einer schweren Verletzung eines Schönheider Spielers unterbrochen. Daraufhin einigten sich alle teilnehmenden Mannschaften darauf, das Turnier an dieser Stelle abzubrechen, denn an Handballspielen konnte zu diesen Zeitpunkt keiner mehr denken. (hvk)

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