Die rote Laterne soll weg

Noch ungeschlagen empfängt der SV 04 Oberlosa am Samstagabend in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga den Aufsteiger Sonneberger HV. Der Tabellenletzte Einheit Plauen wartet noch auf den ersten Sieg.

Plauen.

Als Tabellenletzter fährt der HC Einheit Plauen zum HSV Apolda und möchte mit dem ersten Saisonsieg die rote Laterne abgeben. Anders sieht es beim SV 04 Oberlosa aus. Nach dem Unentschieden zum Auftakt gab es nur noch Siege. Nun stellt sich ein Aufsteiger in der Plauener Kurt-Helbig-Halle vor.

SV 04 Oberlosa - Sonneberger HV: In der Oberliga möchte der SV 04 Oberlosa am Samstagabend oben dranbleiben. Die Schwarz-Gelben empfangen um 19 Uhr den Aufsteiger vom Sonneberger HV in der Kurt-Helbig-Halle. Wie der SV 04 Oberlosa informiert, können nach der aktuellen Allgemeinverfügung des Vogtlandkreises am Samstag insgesamt nur 150 Personen in der Halle dabei sein. Nach Abzug von Spielern, Offiziellen, Schiedsrichtern und Kampfgericht bedeutet das eine Kapazität von 110 Zuschauern. Steigen die Infektionszahlen im Vogtland weiter an, kann es noch zu einer weiteren Verringerung der Zuschauerkapazität kommen. "Für alle diejenigen, die nicht im Besitz einer Dauerkarte sind, ist eine Anfahrt zur Halle zwecklos. Zudem müssen alle auch am Sitzplatz einen Mund-Nasen-Schutz tragen", informiert Hallenchef Rico Michel. Für alle Fans die nicht dabei sein können, wird unter www.sv04oberlosa.de ein kostenpflichtiger Live-Stream angeboten.

Zum Spiel: Die Gäste sicherten sich im Vorjahr souverän den Landesmeistertitel Thüringens und stiegen in die Mitteldeutsche Oberliga auf. Von ungefähr kommt der Erfolg der Südthüringer nicht. Spielertrainer Manuel Müller hat eine internationale und teils höherklassig erfahrene Mannschaft um sich geschart. Beim SV 04 Oberlosa hingegen soll der vierte Sieg in Folge her. Torhüter Carsten Klaus scheint im letzten Jahr vor dem Karriereende in der Form seines Lebens. Der Kapitän und Teammanager kassierte bislang nur 76 Gegentreffer. Angesichts von nur 19 Gegentoren im Schnitt hat es derzeit jeder Gegner schwer, die Plauener zu bezwingen. "Das ist ein tolles Teamwork im Moment. Daran haben alle Mannschaftsmitglieder Anteil", betont Carsten Klaus.

Trainer Petr Hazl musste jedoch personell mehrere Rückschläge verkraften. Neben den Verletzten Max Flämig, Pascal Wolf und Ivan Kucharik wird auch Ladislav Brykner fehlen. Der zuletzt stark auftrumpfende Linkshänder kassierte in Aschersleben eine unnötige Blaue Karte und sitzt nun eine Spielsperre ab.

HSV Apolda - HC Einheit Plauen: Nach der 27:33-Heimniederlage gegen Bad Blankenburg wollen die Oberligahandballer vom HC Einheit beim Tabellenelften HSV Apolda den ersten Saisonsieg einfahren und damit ihre Auswärtsbilanz aufbessern.

Es ist schon ein Graus. Ein starker Auftritt mit einem verdienten Punkt beim Saisonauftakt beim Titelaspiranten SV 04 Oberlosa und drei Wochen später leuchtet die Rote Laterne beim HCE. Das Schlusslicht will weg vom Tabellenende. "Es ist ein wichtiges Spiel für beide. Wir müssen endlich wieder punkten. Wir werden uns dort nicht verstecken und wollen die Partie offen angehen", so HCE-Trainer Jan Richter.

Der HSV Apolda ist ein Handballverein, bei dem sich der Trainer nur selbst entlassen kann. Patrick Schatz ist gleichzeitig Vereinspräsident. Und der hat vor der Saison reichlich eingekauft. Neu im Team sind der 20-jährige Lars Langer von DHfK Leipzig, der 24-jährige Malte Hansemann, Sebastian Triller (beide von HBV Jena), Jan Schindler vom HC Burgenland und Niklas Seifert von DHfK Leipzig mit Doppelspielrecht für die A-Jugend des DHfK.

Richter: "Apolda ist ein erfahrenes Team, das strukturierten, kraftvollen Handball spielt. Wir müssen vor allem gut starten, unsere Chancen nutzen und bis Spielende psychisch keine Mängel zeigen. Torwürfe haben wir zu Hauf trainiert."

Die Rot-Weißen können sich nur selbst aus der Schlinge ziehen. Moral und Kampfgeist waren intakt. Im spielerischen und psychischen Bereich gab es viele Defizite, die von den Gegnern bestraft wurden.

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