Die Schlussmänner geben sich keine Blöße

In der Fußball-Landesklasse kam Merkur Oelsnitz am Samstag zuhause gegen Rapid Chemnitz nur zu einem 0:0. Ausgerechnet der beste Torjäger ließ den Sieg liegen.

Oelsnitz.

"Haben wir einen Punkt gewonnen oder zwei verloren?", fragte sich am Samstag so mancher im Merkur-Lager, nachdem sich Gastgeber Oelsnitz und der BSC Rapid Chemnitz in einem Spiel der Fußball-Landesklasse West 0:0 getrennt hatten.

"Auch wenn die Chemnitzer in der Tabelle vor uns stehen und unsere Defensive diesmal keinen Gegentreffer zugelassen hat, kann ich nicht zufrieden sein", so Merkurs Trainer Jens Starke nach dem Abpfiff. "Wir haben klar zwei Punkte verloren." Tatsächlich machten die Oelsnitzer nach den neun Gegentreffern in Schneeberg in der Abwehr einen guten Eindruck, hatten auch mehr Spielanteile und die weitaus größere Zahl der Tormöglichkeiten auf ihrer Seite. Es fehlte allein der erlösende Treffer.

Der hätte schon in der neunten Minute fallen müssen, als Hofmann frei vor dem Rapid-Kasten abzog, die Kugel jedoch am langen Pfosten vorbeiflog. Auch Zenner, der knapp verfehlte (16.), und erneut Hofmann, dessen Schuss nach Persigehls schöner Flanke eine Beute des Chemnitzer Torwarts wurde (24.), verpassten das 1:0. Glück für die sehr rustikal zu Werke gehenden Chemnitzer, dass Referee Keller nach einem bösen Foul von Rapids Grube an Merkurs Persigehl die rote Karte stecken ließ. Da der Assistent die Abseitsfahne hob, als Schuch eine Minute vor der Pause den Ball im Netz versenkte, ging es mit einem 0:0 in die Kabinen.

Hälfte 2 bot ein ähnliches Bild, wobei aber die Gäste mit ihrer einzigen ernsthaften Chance beinahe die Führung erzielt hätten. Aber zunächst rettete Merkur-Keeper Speri, dann Persigehl vor der Linie (66.). Danach schien Rapid das Remis über die Zeit zu bringen, auch wenn Merkur mit Mann und Maus stürmte. Vier Minuten vor dem Abpfiff bot sich dem von Schuch glänzend freigespielten Torjäger Hofmann die dicke Chance zum 1:0. Doch der mit zwölf Toren aktuell beste Schütze der Staffel überlegte ein wenig zu lange und ließ sich den Ball von Rapid-Torhüter Wolf noch abnehmen.

StatistikOelsnitz: Speri, Persigehl, Ketzel, Zenner, Steinel, Merkel (78. Löscher), Heydeck, Bobach, Oehm (75. Baumann), Hofmann (86. Günthel), Schuch. SR: Keller (Gornau). Zuschauer: 50

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