Durchatmen nach einem ständigen Auf und Ab

Fußball-Oberliga: VFC Plauen trennt sich im letzten Spiel der Saison vom FC Einheit Rudolstadt 3:3 (0:3)

Rudolstadt.

Die zwei Gesichter des VFC Plauen wurden beim 3:3 am Sonntag in Rudolstadt noch einmal deutlich sichtbar. Der Fußball-Oberligist lag nach einer halben Stunde beim FC Einheit 0:3 hinten, kam aber nach einer fulminanten Aufholjagd wenigstens noch zum Teilerfolg. "Dieses Spiel ist Spiegelbild der gesamten Saison", waren sich die VFC-Verantwortlichen einig. Einheit-Trainer Holger Jähnisch räumte ein: "Wenn man zu Hause zur Pause 3:0 führt und am Ende mit einem 3:3-Unentschieden vom Rasen geht, ist das enttäuschend. Aber das Ergebnis ist gerecht."

Kein Wunder also, dass man beim VFC mit dem Abpfiff ganz schnell versuchte, den Mantel des Schweigens über die damit zu Ende gegangene Horrorsaison zu stülpen. Interimstrainer Falk Schindler war froh, dass man mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen acht Punkte vor dem Abstieg rangiert. Für den Vereinsvorsitzenden Ulrich Fischer und alle Mitstreiter war es eine kraftraubende Saison. "Wir sind alle froh, dass wir jetzt versuchen können, in die andere Richtung zu marschieren", blickt der VFC-Präsident nach vorn. Große Versprechen wird es dabei aber keine geben. Stattdessen soll der neue Cheftrainer - er wird am heutigen Dienstag vorgestellt - den Plauener Fußball stabilisieren. Es wird seit 1999 bereits der 20. Trainer sein. Das heißt, der VFC hat in 20 Jahren bereits 19 Übungsleiter verschlissen.

Die zwei Gesichter haben in dieser Saison dafür gesorgt, dass der Verein weiteren Aderlass zu beklagen hat. Sogar die Gesamtbilanz der Plauener kann man aus zwei verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Nach 30 Spieltagen hat der VFC nur acht Siege mit lediglich zwei Auswärtsdreiern verbucht. 19Begegnungen verliefen knapp und bedeuteten letztlich Punktverluste. Die Achterbahnfahrt ging von Platz 5 bis Platz 14 und endete nun auf Platz 11. Damit war der VFC in der Spielzeit 2018/2019 einen Platz besser als 2015/2016. Die Vogtländer haben in 18 von 30 Spielen gepunktet und verfügen über die siebtbeste Tordifferenz der Liga.

Statistik VFC: Seefeld - Walther, Schumann, Ranninger, Albustin - Morosow (68. Fischer), Grandner, Hübner (60. Schuster), Komnos - Albert, Fritzlar (46. Limmer). Tore: 1:0 Schlegel (15.), 2:0, 3:0 Rupprecht (17., 30.), 3:1 Schumann (54.), 3:2 Grandner (56.), 3:3 Schumann (87.). SR: Kluge (Zeitz). Zuschauer: 212

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