Ein Hauch von Bundesliga am Fronberg

Die Fußballschule von Hannover 96 war übers Wochenende in Schreiersgrün zu Gast. Zwei Ex-Profis übten mit 30 Talenten. Eine Urlaubsbekanntschaft machte es möglich.

Schreiersgrün.

Der SV Fronberg Schreiersgrün und Hannover 96 haben 30 jungen Fußballern im Alter von sechs bis 14 Jahren von Freitag bis Sonntag ein nicht alltägliches Trainingslager ermöglicht. Der Bundesligist machte mit seiner Fußballschule für ein Wochenendcamp auf dem Sportplatz des Vogtlandligisten am Fronberg Station und lockte neben Talenten aus Schreiersgrün und Umgebung auch Kicker aus Bad Elster und Brandenburg an.

Mit Thorsten Bartsch und Christian Sackewitz waren zwei ehemalige Bundesliga-Spieler als Trainer ins Vogtland gekommen. Bartsch spielte früher selbst einst für 96, Sackewitz absolvierte mehr als 200 Spiele in der 1. und 2. Liga, unter anderem für Arminia Bielefeld und Bayer 04 Leverkusen. Komplettiert wurde das Trio vom jungen Lennart Mauritz, der das Torhütertraining übernahm.

Das Camp begann am Freitag mit Übungen für die Technikausbildung wie Slalomdribbling und enger Ballführung. Am Samstag standen individuelle Einheiten auf dem Plan. Die jungen Torhüter nahm Lennart Mauritz unter seine Fittiche, während Bartsch und Sackewitz die anderen Teilnehmer in zwei Gruppen aufteilten. Wichtig war den beiden, dass auch der Kopf mitarbeiten sollte. So standen zwischen den praktischen Übungen auch Fragen über Fußball und 96 zu buche, um die Auffassungsgabe und das Wissen der Kinder zu schulen.

Und das kam bei den Kindern gut an. "Es ziehen alle prima mit. Sie sind diszipliniert und aufmerksam", lobte Christian Sackewitz seine Schüler. Der ehemalige Profi lobte auch das Umfeld. "Es ist ein super Gelände und der Platz ist in einem tollen Zustand, für diese Jahreszeit. Es sind also super Leute, die hier die Arbeit machen." Oft war Sackewitz noch nicht in der Region, nur einmal in der Nähe von Zwickau. Die Fußballschule von Hannover 96 ist mit ihren 160 Camps pro Jahr in erster Linie in Niedersachsen sowie entlang der Nordsee und in Nordrhein-Westfahlen vertreten.

Den Abstecher nach Schreiersgrün verdankt der Verein dem Urlaubsreiseziel seines Vorstandsmitglieds Hans Csulits. Der machte Bekanntschaft mit Thorsten Bartsch und stellte somit Kontakt zu Hannover her. Das Interesse von 96 war geweckt. Und die Idee, die Fußballschule ins Vogtland zu holen, wurde zügig in die Tat umgesetzt. Der Reiz war groß. Denn neben kleineren Gewinnen bei den Übungen im Training stand am letzten Tag ein Abschlussturnier auf dem Programm, das durchaus für einige Kinder die Chance bot, nach Hannover zu einem Scouting eingeladen zu werden. Dort können sie dann vor den Augen der verantwortlichen Nachwuchstrainer ihr Können unter Beweis stellen.

Im Gesamtpaket fürs Wochenendcamp war zudem ein Ticketgutschein für den Besuch eines Bundesligaspiels in Hannover inklusive. Rundum zufrieden war am Ende Michael Wolf, der zweite Vorsitzende des SV Fronberg Schreiersgrün. Er dankte allen Sponsoren des Camps und hält eine Wiederholung für durchaus vorstellbar. "Vielleicht nicht nächstes Jahr, aber vielleicht in zwei Jahren, dann auch mit mehr Kindern." Das Interesse von beiden Vereinen besteht jedenfalls. Und sollte die gute Zusammenarbeit wieder so funktionieren, könnte erneut ein Hauch von Bundesliga über den Platz am Fronberg wehen.

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