Ein Start mit vielen Fragezeichen

Mit einem Heimspiel gegen den Ludwigsfelder FC beginnt für den VFC Plauen die Saison der Fußball-Oberliga. Trainer Schindler steht nur ein MiniKader zur Verfügung.

Plauen.

Es wird wehtun, aber es kann trotzdem Spaß machen! In das erste Punktspiel der Oberliga-Saison 2020/21 des VFC Plauen gehen Funktionäre, Spieler und Fans mit vielen Fragezeichen. Wenn am Samstag, um 14 Uhr im Vogtlandstadion der Anpfiff ertönt, ist auch Cheftrainer Falk Schindler sehr gespannt, welche Momentaufnahme er von seinen 15 einsatzfähigen Feldspielern präsentiert bekommt. Durch Coronakrise, Kurzarbeit, vier Abgänge, Sparzwänge und die kürzeste Vorbereitung aller Zeiten, geht der VFC ganz sicher nicht als Favorit ins Heimspiel gegen den Ludwigsfelder FC. Die Gäste waren in der zurückliegenden Abbruchsaison zwar nur Tabellen-13., durften aber vier Wochen früher wieder ins Training einsteigen.

Klar ist lediglich, dass die Plauener derzeit aufgrund ihres verbesserungswürdigen Fitnesszustands nicht den in der Vorsaison praktizierten Wild-West-Fußball umsetzen können. "Manche Spieler können erst seit einer Woche wieder trainieren. Ondrej Nyber und Stefan Schumann fallen verletzt aus, Samba Fatajo fehlt noch die Spielgenehmigung, da der Verein ihm zunächst keinen neuen Vertrag angeboten hat", berichtet Trainer Falk Schindler. Bis auf Zugang Tom Fischer, der von der U 19 des Chemnitzer FC kam, erreichte kein sich anbietender Probespieler Oberligaformat. Somit sah der VFC bislang von weiteren Verpflichtungen ab.

Präsident Thomas Fritzlar hofft, dass der VFC in den kommenden Wochen auf dem Transfermarkt aktiv werden kann, um den Kader zu verstärken. "Prinzipiell aber werden wir nur das tun, was wirtschaftlich wirklich vertretbar ist." Zugleich ist die Stimmung im Umfeld des Vereins so gut wie lange nicht. Volker Herold spricht von einer neu zusammenwachsenden Anhängerschaft, die von den Fans in der Badkurve angeführt wird. "Trotz der Coronaeinschränkungen freuen sich alle riesig auf den Saisonstart", betont der Pressesprecher. Die konkrete Zielstellung lautet wie im Vorjahr. "So schnell wie möglich weg von der Abstiegszone und dann so gut wie möglich abschneiden. Aufgrund der aktuellen Situation wird das aber noch schwerer, als in der schwierigen Vorjahresspielzeit", vermutet Präsident Fritzlar. In der Abbruchsaison erreichte der VFC mit dieser Taktik immerhin Rang 6.

Die Oberligastaffel gleicht einer Wundertüte. Es liegt angesichts diverser Neuverpflichtungen die Vermutung nahe, dass sich zwei, drei Vereine sogar übernehmen. "An unserem Weg aber werden wir festhalten. Denn genau der hat uns allen bis jetzt genau ein Jahr Spaß gemacht", blickt Thomas Fritzlar auf sein erstes Amtsjahr zurück.

Am Dienstag empfängt der VFC 18.30 Uhr den Drittligisten FSV Zwickau im Vogtlandstadion zum Testspiel. Danach hat der Verein ein spielfreies Wochenende, weil Auswärtsgegner Eilenburg am 22. August im Sachsenpokalfinale gegen den Chemnitzer FC antritt. Das Spiel zwischen Eilenburg und Plauen wird am 11. September nachgeholt.

Fan-Informationen Geöffnet ist nur der Eingang auf der Jößnitzer Seite. Die Tageskassen öffnen 12.30 Uhr. Kontaktlisten liegen aus, auf der Internetseite des VFC kann ein Kontaktformular heruntergeladen werden. Ein Mund- und Nasenschutz muss auf dem Werg zum Sitzplatz, auf den Toiletten und in der Stadionklause getragen werden. Dauerkarten können am Spieltag an den Kassen erworben werden. Karten im Vorverkauf für das Spiel gegen Zwickau gibt es am Freitag, 14 bis 15 Uhr, und am Samstag zum Heimspiel in der Geschäftsstelle. Der Eintritt kostet sieben Euro, Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre sowie Dauerkartenbesitzer haben freien Eintritt.


Das Aufgebot des VFC Plauen in der Saison 2020/21

Trainer

Falk Schindler (41)

Co-Trainer

Ronny Diersch (44)

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