Ein Tor reicht für den Einzug ins Halbfinale

Auf dem dritten Platz hat die Vogtlandauswahl die ersten offenen Sachsenmeisterschaften für über 70-jährige Fußballer beendet. Die Freude darüber war nicht ganz ungetrübt.

Die vogtländische Ü-70-Auswahl: hinten von links Wolfgang Schönfelder (SpVgg Grünbach-Falkenstein), Rainer Taubald (FSV Bau Weischlitz), Jürgen Ehrhardt (SG Reuth), Jockely Wöllner (1. FC Ranch Plauen), Roland Stemmler (SC Markneukirchen), Manfred Fischer (Reichenbacher FC); Vorn von links Dietrich Schink (SG Reuth), Reinhard Koch (SG Straßberg), Günter Lauterbach (SG Stahlbau Plauen), Frank Pfeiffer (SG Rotschau).

Von Rainer Taubald

Mit einem lachenden und ein weinenden Auge hat die Vogtlandauswahl die erste Ü-70-Fußball-Landesmeisterschaft am Sonntag auf den Kunstrasenplätzen der Sportschule Egidius Braun in Leipzig beendet. Die Kicker des Vogtländischen Fußball-Verbandes wurden mit Bronzemedaillen geehrt, ihr Torhüter Reinhard Koch von der SG Straßberg erhielt die Auszeichnung als bester Torhüter. Neben der Freude über den dritten Platz unter elf teilnehmenden Teams waren die Kicker aber auch enttäuscht, weil viel mehr drin war. Die Vogtländer hatten spielerisch alle Gegner im Griff und bekamen kein einziges Gegentor. Aber nur ein eigener Treffer in 70 Spielminuten war im Abschluss Magerkost pur. Die sonst so treffsicheren vogtländischen Ü-70-Kicker überboten sich reihenweise im Auslassen von Chancen.

Jockely Wöllner vom 1. FC Ranch Plauen, der sonstige Torjäger der Oldieauswahl, sagte: "Heute Nacht kann ich bestimmt nicht schlafen, wegen meiner und unserer vergebenen Chancen." Mannschaftskamerad Frank Pfeiffer von der SG Rotschau ergänzte: "Das Turnier hätten wir heute locker gewinnen können. Hinten standen wir souverän, und vorn erspielten wir uns genügend Möglichkeiten, die wir leider sträflich nicht nutzten." Mit sieben Punkten nach einem 1:0-Sieg (Torschütze Wöllner) und vier torlosen Spielen wurden die Vogtländer Gruppenzweiter.

Süffisant danach der Kommentar der Turnierleitung: "Das ist der absolute Hammer. Die Vogtländer kommen mit nur einem Tor in die Überkreuzvergleiche." Nach 0:0 Endstand im Halbfinale gegen die Auswahl Oberlausitz unterlag das Team 1:3 im Neunmeterschießen.

Auch das Spiel um den dritten Platz gegen den Postsportverein Dresden endete 0:0. Doch diesmal gewannen die Vogtländer das Entscheidungsschießen dank eines von Keeper Koch gehaltenen Neunmeters 3:2.

Sieger der 1. offenen Landesmeisterschaft wurde nach einem 2:0-Endspielsieg gegen die Auswahl Oberlausitz der SV Buchholz aus Berlin, die auch alle bisherigen Ü-70-Turniere, die Vorläufer der Sachsenmeisterschaft waren, gewonnen hatte.

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