Ein Vogtländer strahlt am Sachsenring

Toni Wolf aus Schönbrunn hat im Porsche Carrera Cup Deutschland sein bestes Saisonergebnis erzielt. Am Sonntag schnupperte er sogar am Podest.

Hohenstein-Ernstthal.

Bei seinem Heimrennen auf dem Sachsenring hat Toni Wolf am Wochenende im Porsche Carrera Cup Deutschland alle überrascht. Auf der Berg- und Talbahn bei Hohenstein-Ernstthal lieferte der Schönbrunner sein bisher beste Porsche-Rennwochenende ab. Vor mehr als 20.000 Zuschauern bewies der Vogtländer starke Nerven und verdiente sich Respekt von allen Experten. Denn das Porsche-Talent wurde am Samstag Sechster und am Sonntag toller Vierter, nachdem der sogar lange auf Podiums-Kurs lag. "Das war ein Superergebnis für mich und fürs gesamte Team", freute sich Toni Wolf.

Der 19-Jährige sorgte schon im Zeittraining für Furore, indem er sich Platz 6 fürs Rennen am Samstag und Platz 4 für Sonntag sicherte. In den Rennen selbst konnte der Vogtländer die "Pace" der Meisterschafts-Führenden mitgehen und wurde mit insgesamt 23 Punkten beim Heimspiel belohnt, so viele wie nie zuvor in seiner Porsche-Karriere. Im ersten Rennen am Samstag holte Wolf zehn Punkte, am Sonntag sogar 13 Punkte. In der Gesamtwertung ist alles sehr knapp. Toni Wolf steht aktuell bei 74 Zählern und kann mit einem guten Wochenende zum Saisonfinale in Hockenheim noch Gesamtsiebter in der Meisterschaft werden.

Die Top-Leistung vom Sachsenring ist deshalb so wertvoll, da der junge Schönbrunner für das Team Car Collection Motorsport fährt, das erst diese Saison in den Porsche Carrera Cup Deutschland eingestiegen und so nur über wenig Erfahrung mit dem Porsche 911 GT3 Cup verfügt. Toni Wolf hat zusammen genommen in dieser Saison keine drei Testtage absolviert und fährt trotzdem um absolute Spitzenplätze. Dazu arbeitet Wolf ohne Fahrer-Coach. Die Konkurrenz hat teilweise bereits über 20 Testtage absolviert und sitzt "Tag- und Nacht" im Rennauto. Wolf absolviert zudem neben seinen Motorsport-Aktivitäten eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker.

Am Sachsenring war neben Toni Wolfs Familie auch Freundin Louisa dabei. Mit dem undankbaren vierten Platz haderte er kaum. "Das war trotzdem super. Ich bin in der ersten Kurve gleich auf Platz drei vorgefahren. Ich konnte Thomas Preining und Michael Ammermüller folgen, musste beide dann aber gegen Mitte des Rennens ziehen lassen. Und dann ist in der 14. Runde, als ich einen kleinen Fehler drin hatte, Larry ten Voorde durchgeschlüpft.

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