Einheit verliert nach dem Wechsel den Faden

Handball-Oberliga: Plauener Männer kassieren bei der zweiten Mannschaft des EHV Aue eine 20:28-Niederlage

Plauen.

Das war ein gebrauchter Sonntagnachmittag für den HC Einheit Plauen: Nach einem noch akzeptablen ersten Durchgang verloren die Plauener bei der zweiten Vertretung des EHV Aue nach dem Seitenwechsel komplett den roten Faden und stehen nun mit 1:5 Punkten sowie Rang 15 auf dem ersten Abstiegsplatz in der Mitteldeutschen Oberliga.

Schon vor Anpfiff der Auswärtspartie gab es die erste Hiobsbotschaft im rot-weißen Lager, denn mit Karel Kveton fiel der erste Kreisläufer krankheitsbedingt aus. "Dennoch muss meine Mannschaft auch solche Ausfälle verkraften und darauf möchte ich die hohe Niederlage nicht schieben", resümiert Trainer Jan Richter. Bis zum 8:8 wechselten sich die Führungen ab, doch nach dem 13:11-Pausenpfiff offenbarte die Einheit-Defensive zu viele Lücken. Dadurch kassierten die Rot-Weißen innerhalb von nur acht Minuten spielentscheidende sieben Tore. So stand es nach 39 Minuten 20:15 für Aue II. Im Angriff agierten die Plauener fahrig, versuchten sich häufig in Einzelaktionen und schafften es nicht, den Ball schnell durch die eigenen Reihen zu passen. Vor allem den sonst in der zweiten Bundesliga auf Torjagd gehenden Hiromi Tsuyama, der sechs Treffer beisteuerte, brachten die Plauener nicht unter Kontrolle. So gelang es der zweiten Auer Mannschaft, die Passivität der Plauener auszunutzen, die oft zu spät erst versuchten, den ballführenden Spieler am Abschluss zu hindern und so leuchtete bereits zehn Minuten vor dem Schlusssignal ein nicht einholbarer 25:16-Rückstand auf der Anzeigetafel. "Es war eine verdiente Niederlage und 28 Gegentore sind erneut zu viel", so Jan Richter: "Aber wenn man sich für jeden Treffer im Angriff aufopfern muss und dann auch noch kein Erfolgserlebnis hat, dann schwinden für die Defensive die Kräfte, wodurch solche Fehler entstehen." (flow)

Plauen: Misar, Pour - Model, Gemeinhardt, Krüger (7 Tore/davon 1 Siebenmeter), Fort (1), Roth (4), Broz, Multhauf (4/3), Zbiral (3), Dolak (1), Schmidt

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