Engagement wird zweimal belohnt

Sport wird in Reuth seit 70Jahren vielfältig und aktiv getrieben. Am Samstag wurde das Jubiläum gefeiert, wobei bekanntgegeben wurde, dass die Volleyballer aufsteigen.

Reuth.

Volleyball war nicht die erste Sportart, die in Reuth aktiv betrieben wurde. Aber aktuell sind die Reuther darin richtig erfolgreich. "Es macht mich sehr stolz, dass Reuth Platz 1 in der Vogtlandklasse belegt", sagte der Vereinsvorsitzende Nico Kelz zur Festveranstaltung am Wochenende, mit der der SV Reuth 70-jähriges Bestehen feierte. Das Abschneider bedeutet den Aufstieg in die Vogtlandliga.

Der organisierte Sport begann in Reuth im Jahr 1924, als der Turnverein Gut Heil gegründet wurde. Bis in die 1950-er Jahre wurde in Reuth geturnt. Volleyball und Fußball kamen 1952 hinzu. Ab 1969 bereicherte die Gymnastikgruppe der Frauen den aktiven Sport in Reuth, heute gibt es zwei Gruppen. Die Sportgemeinschaft Reuth, wie man sich später nannte, zu der sich 1981 noch Tischtennis gesellte, leitete Günter Rentzsch über 50 Jahre. Ab 1990 nannte man sich Sportverein Reuth. Als jüngste Sektion wurde 1999 die Wandergruppe gegründet. Wanderleiter ist Hardy Baumann. Heute zählt der Sportverein 70 Mitglieder - genau wie zur Gründung.

Zwei Reuther haben sich in all den Jahren besonders verdient gemacht: Annemarie Kaiser und Eberhard Sachs wurden mit der Ehrenplakette des Landessportbundes geehrt. "Es ist die höchste Ehrung, die man als Sportler vom Landesverband bekommen kann", sagte Michael Degenkolb, Geschäftsführer des Kreissportbundes. Er überreichte die Auszeichnungen und hatte auch für den Sportverein einen kleinen Scheck dabei.

Beide Geehrten sind nicht nur seit vielen Jahren Vereinsmitglied, sie haben über diese lange Zeit auch viel ehrenamtliche Arbeit geleistet. Annemarie Kaiser leitete die Frauengymnastikgruppe, als diese vor genau 50 Jahren gegründet wurde, über viele Jahre. Sie war zudem im Vorstand tätig. Eberhard Sachs legte zusammen mit Günter Rentzsch den Grundstein für den aktiven Volleyballsport in Reuth, war über Jahre Schatzmeister und Wanderleiter.

Steffen Raab, Bürgermeister von Weischlitz, überbrachte Glückwünsche und zählte auf, was Sport alles bewirken kann: Grenzen überwinden, soziale Kompetenzen fördern, Sport ist gesund, verbindet die Menschen, gibt Geselligkeit. Wichtig sei, dass es ausreichend Mitglieder gibt, die sich im Vorstand engagieren. "Klasse finde ich, wenn die wenigen Mittel der Gemeinde veredelt werden. Die Reuther packen selbst an."

Das zeigen die Eigenleistungen, wenn es um die Mehrzweckhalle gehe. Raab versprach, dranzubleiben, um Fördermittel zu bekommen für deren Sanierung. "Als Erstes kommt die Heizung dran, denn daran hängen auch die Feuerwehr und der Kindergarten." André Rüdiger übergab im Namen des Ortschaftsrates als bleibendes Geschenk eine beschriftete Schleife für die Fahne des Sportvereins. Marco Mehler, der durch den Abend führte, hob hervor, dass gemeinsames Engagement im Ort - mit dem Heimatverein, mit der Kirchgemeinde und der Feuerwehr - wichtig ist.

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