Erster Heimsieg seit vier Monaten

Der VFC Plauen hat sich mit einem 3:0 gegen Krieschow wichtige Punkte im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga gesichert. Der Knackpunkt der Partie war eine rote Karte kurz vor der Halbzeit.

Plauen.

Nach vier Spielen ohne Tor und keinem Heimsieg seit Anfang Dezember hat sich der VFC Plauen gestern im heimischen Vogtlandstadion den Frust von der Seele geschossen. Dass es überhaupt zum deutlichen 3:0-Sieg gegen den VfB Krieschow kam, lag an der roten Karte für Erich Jeschke kurz vor der Halbzeit. Dass das Ergebnis nicht noch höher ausfiel hatten die Brandenburger ihrem Torhüter Fritz Pflug zu verdanken.

"In der ersten Halbzeit war Krieschow feldüberlegen, aber wir hatten die besseren Umschaltsituationen. Der Knackpunkt war sicherlich die rote Karte. In der Halbzeit haben wir uns dann einen Plan gemacht, den die Mannschaft sehr gut umgesetzt hat", sagte Plauens Interimscoach Falk Schindler nach dem Spiel. Schindler übernahm am Donnerstag den Trainerposten von Daniel Rupf und wird bis mindestens zur Sommerpause Cheftrainer sein. "Für Daniel Rupf tut es mir sehr leid. Es war eine sehr gute Zusammenarbeit mit ihm und auch in der Mannschaft war er beliebt", so Schindler.

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein Spiel auf das Krieschower Tor. Nachdem der VFC einige große Chancen liegen ließ, erzielte Dimitrios Komnos mit einem abgefälschten Schuss die Plauener Führung. Auch im Anschluss blieb der VFC am Drücker und erspielte sich zahlreiche Chancen. Dass die 264 Zuschauer nicht schon eher das 2:0 bejubeln konnten, lag vor allem am Gästetorhüter, der mit zahlreichen starken Paraden die Plauener Angreifer verzweifeln ließ. "Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung. Unser Torhüter hat uns vor Schlimmerem gerettet", bilanzierte Krieschows Trainer Toni Lempke.

Für das 2:0 sorgte dann in der 78. Minute das Geburtstagskind Tim Wüstenhagen. Nach einer Ecke war es dann Eric Ranninger, der zum 3:0 traf. Für ihn war es nach eigener Aussage das erste Tor seit sechs Jahren. Danach feierten die Spieler mit den Fans den ersten Heimsieg seit über vier Monaten.

"Wir hatten heute elf Spieler auf dem Platz, die alles für den Verein gegeben haben. Das wichtigste sind die drei Punkte", sagte Schindler. Mit dem Sieg klettern die Vogtländer auf den zehnten Platz und haben drei Punkte Vorsprung auf Askania Bernburg, die auf dem ersten direkten Abstiegsplatz stehen. Auch zum VfB Krieschow, die einen Platz vor den Plauenern stehen, sind es nur drei Punkte. Dennoch weiß der VFC-Trainer, dass die kommenden Wochen keinesfalls leicht werden. Mit Luckenwalde (Heimspiel), International Leipzig (Auswärtsspiel), und Eilenburg (Heimspiel), stehen die kommenden Gegner auf den Plätz Zwei, Drei und Vier. Was die bevorstehenden Aufgaben noch schwieriger macht, ist die dünne Personaldecke bei den Plauenern. In der 62. Minute wurden die Probleme noch extremer. "Benjamin Keller hat sich wahrscheinlich die Schulter gebrochen. Das macht für uns Vieles schwieriger", so Schindler.

Nun haben die VFC-Spieler zwei Wochen Zeit um ihre Blessuren auszukurieren. Dann kommt mit Luckenwalde der Tabellenzweite ins Vogtland. Dort dringend benötigte Punkte zu holen wird ein schwieriges Unterfangen. "In unserer Situation lastet ein enormer Druck auf den Spielern der Mannschaft. Aber ich denke mit meinem Trainerteam schaffen wir es, wie heute schon gegen Krieschow, das Team ordentlich einzustellen. Wir können uns jetzt aber nicht zurücklehnen. Ich hoffe, dass wir am Ende den Klassenerhalt schaffen", so Schindler.

Statistik VFC Plauen: Seefeld, Kameraj, Morozow (90. Sluga), Keller (62. Albustin), Wüstenhagen (87. Hübner), Schumann, Komnos, Guzlajevs, Ranninger, Albert, Grandner; Tore: 1:0 Komnos (57.), 2:0 Wüstenhagen (78.), 3:0 Ranninger (88.); SR: Dallmann (Wismar); Zus: 264.

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