Ex-Reichenbacher im Mixed siegreich

Die Volleyballvereine VSV Eintracht und FSV haben vier Tage lang ein Kompaktprogramm mit Nachwuchscamps und Beach-Turnieren absolviert. Eine Grundschule war besonders stark vertreten.

Reichenbach.

Coronabedingt gibt es in diesem Jahr keinen Vogtland-Cup der Beachvolleyballer, sodass die Vereinsturniere nicht in einen größeren Wettbewerb eingebettet sind. Möglicherweise waren deshalb beim Mixed-Turnier am Sonntag nur sieben Mannschaften im Freibad Oberreichenbach am Start. Besser besetzt war das Männerturnier am Samstag mit 13 Mannschaften. Sieben Frauenteams traten gegeneinander an. Bei den Männern siegten gleich drei Teams aus Dresden, die alle in Regionalligavereinen spielen.

Etwa 80 Prozent der Spiele waren erst nach drei Sätzen entschieden, was auf ein sehr ausgeglichenes Teilnehmerfeld schließen lässt. Beim Mixed verwiesen Christiane Steiger/ Stefan Roßbach vom VSV Oelsnitz das Team Thy Popov/Wenzel Günter (FSV/VSV Reichenbach) auf Platz 4. Da waren nur zwei Sätze notwendig, die 15:11 und 15:13 endeten. Im Finale trafen Lydia Fischer/Benjamin Schneider (beide spielten früher für die Reichenbacher Vereine) auf Julia Wolf (FSV)/Tim Liebschner (VSV). Ging der erste Satz mit 15:10 ganz klar an Fischer/Schneider, so war der zweite hart umkämpft. Wolf/Liebschner verwandelten den ersten Satzball, sodass es 1:1 nach Sätzen stand, und das, obwohl Liebschner mit einer Fußverletzung zu kämpfen hatte. Fischer/ Schneider nutzten dann den ersten Spielball im eher ausgeglichenen dritten Satz zum Siegpunkt.

Die Leitung der traditionellen Reichenbacher Beachvolleyballturniere hatte erstmals Mario Walden, seit einem Jahr Trainer beim VSV Eintracht, übernommen. "Die Zuschauer sahen hochklassigen Volleyball, und wir hatten Glück mit dem Wetter, sodass wir das komplette Programm durchziehen konnten", fasste er die vier Tage von Donnerstag bis Sonntag zusammen.

Erstmals fanden gemeinsame Volleyballcamps vor den Turnieren statt. Rund 40 Schüler lernten das Volleyball-Einmaleins und konnten sich im Wettbewerb messen. Mario Walden hatte die Idee aus Leipzig mitgebracht. Er organisierte für seinen früheren Verein 19 Jahre lang Camps an der Ostsee, musste jedoch in diesem Jahr alles stornieren. "Wir wollten trotzdem über den Sommer etwas machen. Es waren mehr Schüler da, als ich zu hoffen gewagt habe", sagte er. Jetzt hofft er, die Tradition im kommenden Jahr mit Schülern aus dem Leipziger Raum und den "verrückten Vogtländern" fortsetzen zu können.

"Wir hatten auch Synergieeffekte. Eine Mutti, die früher hier Volleyball gespielt hat, will künftig ein Ganztagsangebot an der Schule ihres Kindes übernehmen", freut sich Mirko Günter, Präsident des VSV Eintracht. Die Teilnehmer des Volleyballcamps kamen aus dem Vogtlandkreis und aus der Greizer Region. Etwa die Hälfte der Teilnehmer besucht die Grundschule Hauptmannsgrün. Mohammad Amiri hatte vom Angebot im Radio gehört und sich von Plauen aus mit Zug und Fahrrad ins Freibad aufgemacht, um teilnehmen zu können.

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