Fällt der Spitzenreiter in Plauen?

In der Handball-Oberliga warten auf die Plauener Mannschaften schwere Aufgaben. Oberlosa empfängt die ungeschlagenen Burgenländer, Einheit muss nach Aschersleben.

Plauen.

Mit vier Siegen aus vier Spielen thront der HC Burgenland in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga auf dem 1. Platz. Am Samstag hat der SV 04 Oberlosa die Möglichkeit den Burgenländern die ersten Punkte abzunehmen. Einheit Plauen ist in Aschersleben gefragt, wo Oberlosa vor einer Woche verlor.

SV 04 Oberlosa - HC Burgenland: Nur noch ein Team in der Mitteldeutschen Oberliga glänzt mit einer weißen Weste. Die Handballer vom HC Burgenland kommen am Samstagabend als Topfavorit der Liga nach Plauen. Ab 19 Uhr brennt in der Kurt-Helbig-Sporthalle die Luft. Denn der SV 04 Oberlosa kann den großen Befreiungsschlag schaffen. SV-Trainer Petr Hazl weiß, dass seiner ambitionierten Mannschaft ein Fehlstart droht: "Wenn wir gewinnen, sieht die Welt wieder besser aus. Aber klar ist auch, dass Burgenland in der aktuellen Verfassung als deutlicher Favorit ins Spiel geht." Die verlustpunktfreien Naumburger um Trainer Steffen Baumgart kommen mit breiter Brust ins Vogtland. Das Urgestein der Oberliga bestimmte bereits in den letzten Jahren maßgeblich das Niveau und will nun den Sprung in die 3. Bundesliga schaffen.

Die ohnehin schon starke Mannschaft wurde mit dem drittligaerfahrenen Andreas Nositschka im Tor sowie mit den beiden Rückraumspielern Florian Pfeiffer und Tom Hanner verstärkt. SV-Abteilungsleiter Rico Michel spricht voller Hochachtung vom Gegner: "Coach Steffen Baumgart ist es offensichtlich gelungen, aus den Neuzugängen und den alteingesessenen Leistungsträgern schnell eine funktionierende Einheit zu formen."

Auch wenn man bei den Spitzenstädtern mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht zufrieden ist: "Wir haben zu Hause auf jeden Fall eine realistische Chance, den Tabellenführer zu stürzen. Denn wir haben das beste Publikum der Oberliga im Rücken", ist sich der Plauener Rückraumschütze Paul Richter sicher.

HC Aschersleben - HC Einheit Plauen: Zum dritten Auswärtsspiel reist der Tabellenachte HC Einheit Plauen zum HC Aschersleben. Mit jeweils 30:25-Heimsiegen gegen die Titelfavoriten Concordia Delitzsch und SV 04 Oberlosa haben zuletzt beide Teams bewiesen, dass in der Handball-Oberliga jeder jeden schlagen kann. Können beide am Samstag wieder an ihre zuletzt bewiesene Leistungsstärke anknüpfen, könnte es einen heißen Tanz um die nächsten Punkte geben.

"Aschersleben ist eine erfahrene Truppe, aber keine Übermannschaft. Auch daheim sind die nicht unschlagbar", meint Einheit Trainer Jan Richter. "Ich habe wie immer ein gutes Gefühl, dass wir punkten können. Voraussetzung ist aber, dass unsere Spieler die klaren Absprachen vor dem Spiel beherzigen, wenig Fehler machen und an ihre Leistungsgrenze gehen", so Richter.

Entscheidet am Samstag der Heimvorteil für Aschersleben? "Nach zwei Auswärtsniederlagen will ich unserem Team noch keine Auswärtsschwäche attestieren und das nicht überbewerten. Sicher ist die Belastung auswärts anders, ein anderer Rhythmus, eine lange Anfahrt sowie eine andere Spielstätte und Spielzeit. Wir müssen mit dem überraschenden Heimsieg im Rücken in Aschersleben mutig auftreten. Dann werden wir auch erfolgreich spielen. Wir haben alle Spieler an Deck", meint der Einheit-Trainer. In der vergangenen Saison unterlag der HC Einheit in Aschersleben 22:27, gewann aber das Rückspiel nach 10 Niederlagen in Folge 32:26.

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