Fehlende Zuschauer tun Ausrichtern richtig weh

Der VSC Klingenthal sieht sich für den Doppelweltcup gut gerüstet. Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt danach nicht.

Klingenthal.

In knapp zwei Wochen startet der Doppelweltcup in der Vogtland-Arena Klingenthal. Vom 5. bis zum 7. Februar messen dort die internationalen Topathleten im Skispringen und in der Nordischen Kombination ihre Kräfte. Der Veranstalter VSC Klingenthal sieht sich bestens auf das Wochenende vorbereitet. Coronabedingt dürfen Fans die Wettbewerbe allerdings nur im Fernsehen verfolgen.

Zwei Weltcups gleichzeitig an einem Wochenende - das gab es noch nie in Klingenthal. Nachdem vormittags die Wettbewerbe in der Nordischen Kombination anstehen, folgen an den Nachmittagen die Weltcups im Skispringen. Alexander Ziron, der Chef des Organisationskomitees, spricht über die Herausforderungen in der Vorbereitung: "Unser großer Vorteil war, dass die Planungen für den Kombinations-Weltcup schon seit Monaten laufen. Als dann feststand, dass Springer coronabedingt nicht im japanischen Sapporo antreten können und Klingenthal den Zuschlag erhielt, waren die Planungen schon weit fortgeschritten."

Aufgrund der aktuellen Corona-Krise finden die beiden Weltcups unter strengen Auflagen statt. So darf nur eine begrenzte Zahl an Journalisten die Wettbewerbe begleiten - rund zwei Drittel weniger als in den vergangenen Jahren. "Wir möchten allen Beteiligten - Sportlern, Organisatoren und Journalisten - einen sicheren Wettbewerb bieten", erklärt Ziron. "Natürlich stellt uns die coronakonforme Organisation vor eine Herausforderung. Wir werden allerdings gut von den lokalen Behörden unterstützt", so Ziron weiter.

Größter Wermutstropfen für Ziron und seine Mitstreiter des VSC ist der Ausschluss der Zuschauer. "Das tut richtig weh, vor allem emotional, aber auch finanziell." Stefan Horngacher, der Bundestrainer der Skisprung-Männer, wird ebenso wie Kombinations-Kollege Hermann Weinbuch mit den deutschen Topathleten nach Klingenthal anreisen. Auch sonst gehen die Organisatoren davon aus, dass die gesamte Weltspitze beider Disziplinen gut zwei Wochen vor Beginn der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften am Start sein wird.

Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt den Klingenthalern nach den Weltcups übrigens nicht. Wie der Internationale Skiverband am Wochenende mitteilte, übernehmen die Vogtländer am 13. und 14. Februar kurzfristig einen Continentalcup-Wettbewerb. Der sollte ursprünglich in Iron Mountain in den USA ausgetragen werden. (mit pj)

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.