Freizeitsportler feiern Meilenstein

Der SV Blau-Weiß Auerbach behauptet sich seit einem halben Jahrhundert erfolgreich in der Vereinslandschaft der Stadt. Dabei gab es schon so manche Hürde zu meistern.

Grünheide.

Freizeitsport mit Anspruch, aber ohne Leistungsdruck. Das hat sich der SV Blau-Weiß Auerbach auf die Vereinsfahne geschrieben - und zwar vor 50 Jahren. Das Jubiläum war Anlass genug für die Mitglieder, sich am Samstagabend zu einer zünftigen Jubiläumsfeier im Waldpark Grünheide zu treffen..

Über die Jahrzehnte veränderte der Volkssportverein mehrmals sein Gesicht. Als Betriebssportgemeinschaft des VEB Elektroschaltgeräte Auerbach gegründet, vereinte er eingangs die Sektionen Fußball, Tischtennis und Gymnastik unter einem Dach. Kurz darauf stießen Kegler dazu, Mitte der 1970er Jahre Läufer. Volleyballer schlossen sich dem Verein an, 1980 folgten Federballer. Das heißt, jene Sektion gab es mit Beginn des neuen Jahrzehnts offiziell.

Die Disziplin wurde von einigen Enthusiasten bereits weitaus früher entdeckt. Herbert Riettig, seit 2015 nicht mehr im Verein und am Samstag Ehrengast, war von Anfang an dabei. Also schon vor der eigentlichen Sektionsgründung. "Damals hat sich das Federball genannt", schaute er zurück. Und die Gründerväter nennen ihre Heimatabteilung heute noch so. Bei den Jüngeren heißt sie Badminton. Vor 18 Jahren begann man schrittweise mit dem Aufbau einer Jugendabteilung.

Einmal musste der Verein seinen Namen wechseln. Mit dem Ende der DDR war 1990 eine Neugründung fällig. Und damit die Betriebssportgemeinschaft Geschichte. "Von da an mussten wir auf eigenen Beinen stehen - ohne die schützende Hand der BSG", erinnerte Blau-Weiß-Chef Werner Fankhänel an die Wendezeit. Der Verein überlebte. "Die Kegler haben zu dieser Zeit das Heft nicht aus der Hand gelegt und Mittel und Wege gefunden, den Verein weiterzuführen", sprach Fankhänel seinen ehemaligen Mit-Sportlern ein dickes Lob aus. Bis 2002 hielten sie Blau-Weiß die Treue, wollten dann aber keine ruhige Kugel mehr schieben und schlossen sich mit Gleichgesinnten der Region zum Sportkeglerverband Vogtland zusammen.

Nach ihrem Abschied brach für den Verein wieder ein neues Zeitalter an. "Das war eine sehr starke Abteilung", sagte Fankhänel. Nicht nur "normale" Mitglieder fehlten. "Die Kegler hatten einen ganz wesentlichen Teil der Leitungsfunktionen besetzt", so der Vorsitzende. Nachfolger zu finden, stellte Blau-Weiß vor Herausforderungen. Zumal es schon schwierig sei, überhaupt Mitglieder zu finden, betont Werner Fankhänel. Der Mittsiebziger wird zur Vorstandswahl in anderthalb Jahren nicht wieder antreten. Seit 2012 hat er das Zepter in der Hand. Thomas Löser will ihn beerben. "Das steht fest", sagte der Badminton-Spieler zielstrebig. Weil er den Verein unbedingt erhalten möchte. "Natürlich muss ich aber noch die Wahl abwarten"

Aktuell bilden die Abteilungen Lauf, Badminton und Volleyball den etwa 65 Mitglieder starken SV Blau-Weiß Auerbach. Einen Namen auf überregionaler Ebene machte er sich unter anderem im Zusammenhang mit den Falkensteiner Neujahrsbergläufen. Bei deren Organisation haben die Auerbacher Volkssportler seit 1980 den Hut auf.

www.sv-blau-weiss-auerbach.de

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