Gemeinschaftserlebnis steht an erster Stelle

Der TSV Nema Netzschkau hat zum dritten Mal ein Wasserball-Wochenende ausgerichtet. Über 100Kinder aus sieben sächsischen Vereinen traten gegeneinander an.

Netzschkau.

In drei Altersklassen haben am Samstagvormittag im Freibad Netzschkau junge Wasserballer den Kampf um den Sieg im Turnier des TSV Nema Netzschkau aufgenommen. In der Altersklasse U10 siegte die Spielgemeinschaft Auerbach/Netzschkau vor dem SVVogtland Plauen. In der U 12 war der SC Chemnitz vor dem SVV Plauen und dem SV Zwickau erfolgreich. In der U 14 lagen die Chemnitzer vor dem SV Lok Görlitz und der SG Auerbach/Netzschkau vorn. Gespielt wurde in Vor- und Endrunden. Jede Mannschaft sollte mindestens fünfmal im Wasser gewesen sein.

Zehn Helfer haben am Freitag das Camp aufgebaut, damit die Spieler sich am Samstag gleich auf den persönlichen und den sportlichen Teil konzentrieren konnten. Beim Zeltaufbau beschnupperten sie sich schon einmal gegenseitig. "Das Wasserball-Wochenende ist einerseits Saisonvorbereitung. Andererseits lernen sich die Spieler kennen, denn sie spielen aufgrund des Altersklassenwechsels zum Schulanfang meist zum ersten Mal in dieser Konstellation. Dabei ist das Gemeinschaftserlebnis wichtig, der Spaß soll im Vordergrund stehen", sagte Robert Müller, Jugendtrainer und Turnierleiter des TSV. Viele Vereine kennen nur Turniere und Spiele im Hallenbad. In Netzschkau spielten manche erstmals im Freiwasser.

Der erste Tag war geprägt durch die Spiele. Die Kinder waren allerdings auch danach noch im Wasser. Dafür hatte die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes Reichenbach extra einen zusätzlichen Rettungsschwimmer gestellt. Übernachtet wurde in Zelten. Auch die Auerbacher und Netzschkauer blieben vor Ort.

"Wir nehmen dieses Angebot gerne an. Für die Kinder ist es ein riesiges Gemeinschaftserlebnis und auch ein Highlight. Die Netzschkauer haben das sehr gut vorbereitet, alles ist fantastisch organisiert. In diesen Altersklassen werden die Grundlagen für den aktiven Spielbetrieb gelegt. Die Turniere und der Austausch mit anderen Spielern sind wichtig für die weitere sportliche Laufbahn", sagte Tilo Urbat, Trainer beim SV Vogtland Plauen. Für jede Altersklasse biete das Camp besondere Herausforderungen. So sind die Kleineren oft erstmals ohne Eltern unterwegs. Bei den Größeren gehe es mehr um Spieltechniken, Taktik, Verständnis, Teamfähigkeit.

Im Vorfeld hatten die Organisatoren alles in Bewegung gesetzt, damit das Bad ausreichend Wasser hat. Der Limbach führt aufgrund der Trockenheit zu wenig Wasser. An der Aktion waren auch die Hartsteinwerke beteiligt.

Der Verein hat das Turnier im Frühjahr ausgeschrieben und ist sofort auf positive Resonanz gestoßen. "So ein Angebot gibt es für die Wasserballkinder in Südwestsachsen nicht noch einmal", so Müller. Für das kommende Jahr haben bereits weitere Vereine aus Erfurt und Halle Interesse bekundet. Der Verein will das Wasserball-Wochenende immer um diese Zeit durchführen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...