Gering läuft unverkrampft zum Titel

In Ulm drehte sich am Wochenende alles um die Leichtathletik. Drei Vogtländer waren bei den Deutschen Meisterschaften der U 18 und U 20 dabei und leisteten Großes.

Plauen.

Julian Gering (Altersklasse U 18) war der vogtländische Hoffnungsträger im 1500-Meter-Lauf bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm. Der Plauener, der für den LAV Reichenbach und die LG Vogtland startet, meisterte bereits am Freitag seinen Halbfinallauf sehr souverän, zog mit einer Zeit von 4:13,12 als Dritter in den Endlauf. Sein Trainer Udo Hendel erkannte da noch, dass Gering "nervös und verkrampft" war. Das kann passieren, wenn man sich mitten in einem Saisonhöhepunkt befindet. Einen Tag danach war alles anders. Beim Finallauf am Samstagabend ging es zu Beginn ziemlich ruhig zur Sache. Und dann ergriff Julian gering die Initiative - sehr zur Freude seines Trainers.

"Julian ging vor, hat das Tempo gemacht. Das war sehr mutig und damit hat er die Konkurrenz in Schach gehalten. Das war wirklich super und er hat das abgerufen, was er kann", so Hendel. Gering gewann in 4:11,43 Sekunden vor Felix Friedrich (Dresdner SC/4:12,43) und Hannes Fahl (LG Olympia Dortmund/4:13,53).

Udo Hendel hatte mit Tom Förster noch ein weiteres heißes Eisen im Feuer. Der Oberlungwitzer trainiert ebenfalls unter den Fittichen von Udo Hendel in Reichenbach und war für den 3000-Meter-Lauf der U 18 in Ulm ebenfalls bestens gerüstet. Allerdings litt Förster in den Tagen vor der Meisterschaft an einem Infekt. Ob der am Freitagnachmittag mit entscheidend dafür war, dass Förster als Elfter und Letzter die Ziellinie überquerte, vermochte Hendel nicht einzuschätzen.

"Ich habe schon in der zweiten Runde gesehen, dass Tom müde wirkte", erklärte der Trainer. Dabei habe man eigentlich fest mit einer Medaille gerechnet. "Aber so ist der Sport. Tom muss lernen, mit solchen Situationen umzugehen", so Hendel, der weiß, dass er nun gefordert ist, seinen Schützling wieder aufzurichten. Jetzt sind aber erst einmal Ferien, bevor im Herbst mit der Europameisterschaft im Crosslauf ein weiterer Höhepunkt auf die Reichenbacher Trainingsgruppe wartet.

Insgesamt sehr zufrieden war Laura Seidel von der LSG Auerbach mit ihrem Auftritt in Ulm. Die Sprinterin der U 20 startete bei der Deutschen Meisterschaft über 100 und 200 Meter. Am Freitag war die kürzere Distanz an der Reihe. Laura Seidel erreichte als Vorlaufzweite das Halbfinale, blieb mit 11,99 Sekunden unter der 12-Sekunden-Marke. "Das war meine beste Saisonleistung über 100 Meter", sagte Seidel, die im Halbfinale dann mit ihrer Technik aber nicht ganz zufrieden war und als Fünfte den Finaleinzug verpasste.

"Das war schade, aber immer noch akzeptabel", so Seidel, die darauf verweist, dass sie immerhin Zehntbeste der Meisterschaft war. Und: "Vielleicht war es ja ganz gut, dass ich keinen dritten Lauf am Freitagabend zu absolvieren hatte, so konnte ich Kraft für die 200 Meter sparen."

Am Samstagnachmittag gewann die Falkensteinerin in 24,43 Sekunden ihren 200-Meter-Halbfinallauf, im Finale lief sie nach 24,51 Sekunden als Fünfte über die Ziellinie - und war damit auch in Anbetracht einer erneut tollen Zeit überglücklich mit ihren Leistungen am Meisterschaftswochenende.

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