Germania bekommt vier Punkte geschenkt

Markneukirchen bleibt verlustpunktfrei Erster der Ringer-Regionalliga. In Luckenwalde hatten die Obervogtländer aber auch etwas Glück.

Markneukirchen.

Zum Auftakt der Rückrunde in der Regionalliga Mitteldeutschland haben die Ringer des AV Germania Markneukirchen beim 1. Luckenwalder SC 18:12 gewonnen. Markneukirchen gab vier Punkte bereits im Vorfeld ab, da das leichteste Limit unbesetzt blieb. Schock beim Wiegen auf Luckenwalder Seite, als der tschechische Routinier David Vala 300 Gramm zuviel auf den Rippen hatte. Damit gingen auch auf das Germania-Konto kampflos vier Punkte.

Den ersten ausgetragenen Kampf gewann Lukasz Dublinowski im schwersten Limit gegen Oliver Kock 9:0. Roman Walter baute den Vorsprung mit einem Abbruchsieg durch technische Überlegenheit nach nur 96 Sekunden aus. Es folgte der Freundschaftskampf im Halbschwergewicht zwischen Friedrich Fouda und dem zu schweren David Vala. Der Tscheche gewann 5:1.

Jungspund gegen Routinier, so die Ansetzung im Limit bis 66 Kilo, in dem Marco Stoll, der kommendes Jahr erst zu den Junioren aufrückt, gegen den 48-jährigen Routinier Thomas Berger anzutreten hatte. Der kam erst vor wenigen Tagen mit Gold und Silber von den Weltmeisterschaften der Veteranen aus Georgien zurück. Beide lieferten sich einen Riesenkampf, wobei Stoll das Geschehen in der ersten Runde bestimmte. Berger holte jedoch im zweiten Abschnitt auf, strich in der letzten Minute sechs Punkte ein und entschied den Kampf noch mit 13:10 zu seinen Gunsten. Mit einer 11:6-Führung für Markneukirchen ging es in die Halbzeitpause.

Nach der setzte es einen Schock für Markneukirchener Trainerecke: Bei Dimitri Blayvas war im Duell mit Joshua Morodion eine Knieverletzung wieder aufgebrochen. So wurde es ein ungleicher Kampf. Luckenwalde war mit weiteren vier Punkten den Vogtländern wieder dicht auf den Fersen.

Doch der gut aufgelegte Justin Müller lieferte gegen Alan Golmohammadi einen starken Kampf, den er 18:2 gewann. Viel Mühe hatte Serjan Simonyan mit dem unbequem ringenden Johannes Schmiege, doch am Ende hatte der Germania-Ringer mit einer Rolle im Bodenkampf und zweimaligem Abdrängen des Gegners aus der Kampffläche die Nase 5:1 vorn. Vor den letzten beiden Begegnungen führte Markneukirchen damit 17:10.

Maximilian Simon (Foto) hatte zum Saisonauftakt den tschechischen Auswahlringer Matous Morbitzer klar bezwungen, nun drehte der WM-Teilnehmer aus dem Nachbarland den Spieß um und wies den Deutschen Juniorenmeister mit 7:1 Punkten in die Schranken. Dennoch hatte Maximilian seinem Team den Gesamtsieg gerettet. So konnte William Stier im letzten Kampf des Abends gegen den wild anrennenden Deutschen Juniorenmeister Robert Schröder frei auftreten. Mit einer Platzwunde am Kopf setzte sich Stier mit 4:4 Zählern bedingt durch die Anzahl der höheren Wertungen durch und holte einen weiteren Mannschaftspunk zum 18:12-Endstand für Markneukirchen.

"Wenn Luckenwalde voll steht, dürfte das Team in der Rückrunde jeder Mannschaft gefährlich werden", so Germania-Trainer Andy Schubert. Am Samstag muss Markneukirchen beim Tabellenzweiten RV Thalheim antreten. Der gewann 20:11 bei SV Luftfahrt Berlin und steht in der Regionalligatabelle nur vier Zähler hinter Markneukirchen. Pausa/Plauen besiegte das Schlusslicht Lugau 21:10.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...