Germania kann heute Abend für eine Vorentscheidung sorgen

Die Markneukirchen Ringer empfangen als Tabellenführer der Regionalliga Mitteldeutschland den Zweiten RV Thalheim. Die Trainer rechnen wie im Hinkampf mit einer ganz engen Kiste.

Markneukirchen.

Heute Abend steigt der Entscheidungskampf in der Regionalliga Mitteldeutschland zwischen Tabellenführer AV Germania Markneukirchen und dem Zweiten RV Thalheim. Im Moment trennen beide vier Punkte, wobei Thalheim einen Kampf weniger ausgetragen hat. Gewinnt Markneukirchen, ist Germania die Meisterschaft wohl kaum noch zu nehmen.

Schon der Hinkampf war außerordentlich spannend. Nach neun von zehn Kämpfen stand es 10:10, im Nachholkampf stellte Franz Richter im Schwergewicht mit einem 4:3 gegen den Tschechen Ondrej Dadak den knappen 11:10-Erfolg für die Markneukirchener sicher. Vorsicht ist geboten, denn die Regel besagt, dass bei Punktgleichheit der direkte Vergleich entscheidet. Damit ist Markneukirchen vor heimischer Kulisse im Zugzwang, darf maximal ein Unentschieden zulassen, will man nicht wieder den Staffelsieg - wie schon im Vorjahr gegen Greiz - um Haaresbreite verpassen.

Thalheim deklassierte in der Rückrunde schon den KFC Leipzig mit einem 19:10-Auswärtserfolg, obwohl die Leipziger ihr bestes Team stellten. Dabei hatten die Erzgebirger keinen Halbschwergewichtler mitgebracht, da Ondrej Dadak der bei den Weltmeisterschaften kämpfte. Vier Punkte wurden kampflos abgegeben, was die Stärke der Thalheimer unterstreicht.

Radoslaw Dublinowski rückt beim RV nach dem Stilartenwechsel zur Rückrunde ins höchste Limit. Damit dürfte es erneut zum Bruderkampf zwischen Lukasz und Radoslaw Dublinowski kommen. Der für Germania kämpfende Lukasz tritt mit etwas Wut im Bauch an, bezog er doch in der Hinrunde auch wegen umstrittener Kampfrichterentscheidungen eine knappe Niederlage.

"Die beiden ersten Kämpfe müssen wir gewinnen, dann sollten wir im Fahrwasser sein", so Markneukirchens Mannschaftsleiter Jörg Guttmann. "Hoch gewinnen beziehungsweise so knapp wie möglich verlieren", so lautet auch die Richtung, die Trainer André Backhaus seinen Ringern vorgibt, deutet sich doch ein ähnlich knapper Kampfverlauf an wie in der Hinrunde. Nur mit einem Vorteil - und das sind die Fans, die als elfter Mann an der Matte die Höchstleistung aus den Athleten herauskitzeln wollen.

"Wir müssen diesen Kampf gewinnen", sagt Backhaus' Trainerkollege Andy Schubert, der endlich den Lohn der vergangenen Jahre ernten und am Ende der Saison mit der Mannschaft ganz oben stehen möchte. "Auf einen Stolperstein für Thalheim wollen wir uns nicht verlassen, obwohl die Erzgebirger noch zur wiedererstarkten Mannschaft nach Luckenwalde müssen. Solange wir den Sieg aus eigener Kraft schaffen können, werden wir alles daran setzen", gibt sich Schubert kämpferisch. Der erste Kampf wird in der Trainings- und Wettkampfarena an der Schützenstraße wie gewohnt 19.30 Uhr von Kampfrichter Peter Pippel (Potsdam) angepfiffen.

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