Große Bühne für die Urgesteine

Feierstimmung in Hammerbrücke: Den 40. Berglandlauf hat die TSG Bau am Samstag ausgerichtet. Das war Anlass, einmal Rückschau zu halten.

Hammerbrücke.

Mit welch einer Vielzahl von Ereignissen 39 Jahre Wettkampfgeschichte gespickt sein können, das lässt sich in beeindruckender Weise an einer Ausstellung nachvollziehen. Aus Anlass des 40.Sommerberglandlaufs der TSG Bau Hammerbrücke haben Werner Hunger, Rainer Thonfeld und Wolfgang Riedel eine Unmenge an Fotos zusammengetragen und formten sie zu einem Puzzle - nicht nur mit Impressionen von den Läufen und dem Drumherum, sondern auch von anderen Aktivitäten. War diese Ausstellung optischer Höhepunkt der Festveranstaltung am Freitagabend im Sportlerheim, so traf es in puncto Emotionalität gesteigert auf vorgenommene Ehrungen zu.

Mit viel Beifall bedacht wurden die Läufer und Läuferinnen mit den meisten Teilnahmen. Erhard Mocka vom SV Blau-Weiß Auerbach schnürte als Spitzenreiter in Hammerbrücke 36-mal die Schuhe, der Klingenthaler Karl Mönnig 33-mal, Werner Fankhänel (Blau-Weiß Auerbach) 31-mal und die Klingenthalerin Anja Jakob 29-mal. Eine solch große Veranstaltung vorzubereiten, dafür braucht es regelmäßig rund 50 bis 60 ehrenamtliche "Indianer", aber immer auch einen "Häuptling". Geehrt wurden deshalb die bisherigen Rennleiter Helmut Unger, Günter Stützner, Werner Hunger und Arne Stützner, der seit drei Jahren den Hut dafür aufhat, dass der Berglandlauf reibungslos und zur Zufriedenheit des Starterfeldes über die Bühne geht.

Die Geschichte dieser traditionsreichen Veranstaltung ist nicht zuletzt geprägt von Zahlen und Kuriositäten. Im Laufe der Jahre legten die insgesamt 8528 Teilnehmer zusammen sage und schreibe 102.060 Kilometer zurück. Die bislang längste Anfahrt hatte 1990 eine Läuferin aus Irkutsk in Sibirien. Wäre sie statt per Flugzeug im Auto nach Hammerbrücke gekommen, hätte sie 7218 Kilometer zurücklegen müssen. 1981, 1982 und 1983 erhielten alle Teilnehmer eine Zeitgutschrift, denn sie mussten an der Bahnschranke warten, und 1993 einen Bonus von drei Minuten, weil die Stoppuhr - aus welchen Gründen auch immer - zu schnell lief...

Solche Probleme blieben am Samstag zum Glück aus. Eingestimmt vom schmissigen Klängen des Schalmeienzugs Falkenstein gingen 266 Läuferinnen und Läufer auf eine der Strecken zwischen 400 Metern und 21 Kilometern. "40 mehr als voriges Jahr, wir sind sehr zufrieden", sagte Arne Stützner.

Das ohrenbetäubende Startsignal gaben 160 Gramm Schwarzpulver, abgefeuert aus der Kanone der Schützengilde Schöneck. Im Hauptlauf der Frauen kam diesmal nicht Seriensiegerin Anja Jakob als Erste nach 14 Kilometern ins Ziel, sondern ihre Dauerkonkurrentin Susan Weigert vom VfB Lengenfeld. "Ich freue mich, dass es endlich mal geklappt hat. Allerdings steckte der Anja wohl der Paarlauf vom Mittwoch in Treuen noch in den Knochen", räumte die Siegerin ein. Die bestätigte das mit einem Nicken: "Total, mehr als ich gedacht hätte."

Den Halbmarathon der Männer gewann Thomas Ungethüm vom VfB Lengenfeld. Er strahlte im Ziel: "Voriges Jahr habe ich den 40. Pyratallauf gewonnen, jetzt den 40. Berglandlauf, was will man mehr?" Sein vermeintlich schärfster Konkurrent, Marcel Staudacher vom Treuener LV, musste in der zweiten 7-Kilometer-Runde abreißen lassen. Er quälte sich mit Schmerzen im Bein immerhin noch auf Platz 2.

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