Gute Seele des Vereins feiert Jubiläum

Mit 481 Mitgliedern zählt der SVV zu den großen Vereinen Plauens. In diesem Jahr legte Präsident Ralf Bräunel bereits zum 20. Mal Rechenschaft für das vergangene Jahr ab.

Plauen.

Seit über 45 Jahren ist der Diplomingenieur für Bauwesen Ralf Bräunel im SVV Plauen verwurzelt. Als Fünfjähriger lernte er im Stadtbad das Schwimmen. Mittlerweile ist er seit 20 Jahren der Präsident des SVV. Aktiv ist er immer noch für die dritte Mannschaft der Plauener in der Wasserball-Bezirksliga. Auf der Jahreshauptversammlung seines Vereins kürzlich im Schalander der Sternquell-Brauerei berichtete der Präsident Traditionsvereins im vergangenen Jahr.

Der SVV ist ein Mehrspartenverein mit den Abteilungen Sportschwimmen, Wasserball, Synchronschwimmen sowie Freizeit-, Breiten-, Senioren- und Gesundheitssport. Während Bräunels Amtszeit konnte der Verein deutschlandweit im Wasserball und Schwimmen durch hervorragende Ergebnisse auf sich aufmerksam machen. So hat er mit seiner ersten Mannschaft im Wasserball ein Flaggschiff, das in der Bundesliga in diesem Jahr erstmals die Playoffs erreichte. Aber auch die zweite Mannschaft in der 2. Liga Ost und die dritte Mannschaft in der Bezirksliga zeugen von einem breit aufgestellten Abteilung bei den Männern. Aber auch in der Jugend ist man mit fünf erfolgreichen Nachwuchsteams gut dabei.

Seit zehn Jahren ist der SVV Plauen Bundesstützpunkt für Wasserball. Aufgrund zahlreicher Kadersportler wurde er zudem als Talentstützpunkt Schwimmen bestätigt.

Präsident Ralf Bräunel ist selbst sein ganzes Leben eng mit dem Wasserball verbunden. 1972 trat er in die damalige BSG Motor Plauen ein. "Während 1982 und 1984 hatten wir fünfmal wöchentlich Schwimm-, beziehungsweise Wasserballtraining sowie einmal Athletikausbildung. Dieses Training unter Andreas Häußler war nicht immer leicht, manchmal hat es auch wehgetan", erinnert sich Bräunel. "Durch den Gewinn des DDR-Meistertitels 1984 in Karl-Marx-Stadt mit der Jugendmannschaft von Motor und dem Pokalgewinn im gleichen Jahr wurden wir dafür entschädigt."

Bis 1986 war Bräunel Stammspieler in der ersten Wasserballmannschaft, die in der DDR-Oberliga, der damals höchsten Klasse, spielte. "Damals fanden fast an jedem zweiten Wochenende Wasserballturniere statt. Daher mussten wir jährlich mehrere tausend Kilometer mit dem Zug zu den verschiedenen Spielorten fahren unter anderem zu den Spitzenmannschaften aus Berlin, Halle, Magdeburg, Erfurt und Rostock", so der Präsident.

Nach Beendigung seines Studiums spielte er von 1991 bis 1996 wieder in der ersten Wasserball-Mannschaft. In dieser Zeit wurden die Plauener unter Trainer Jörg Neubauer viermal in Folge Sachsenmeister, bevor sie 1995 in die Regionalliga Ost aufstiegen. Von 1997 bis 2010 gehörte er gemeinsam mit seinem vier Jahre älteren Bruder Michael der zweiten Mannschaft an. Seit 2010 bis in die Gegenwart spielen beide beim SVV III.

Seine Amtszeit als Präsident des ist von Höhen und Tiefen geprägt, wobei Highlights wie die Eröffnung des neuen Plauener Stadtbades mit den beiden Spielen der Deutschen Wasserball-Nationalmannschaft gegen Rumänien oder das Kräftemessen zwischen der Deutschen Nationalmannschaft und dem SVV Plauen zum 100. Vereinsjubiläum 2012 besonders in Erinnerung bleiben. 2013 schafften die Wasserballer des SVV mit Spielern des eigenen Nachwuchses im vierten Anlauf den Aufstieg in die Gruppe B der Deutschen Wasserballliga. Drei Jahre später gelang sogar der Aufstieg in die A-Gruppe, wo man dieses Jahr nach erneutem Aufstieg erstmals unter die ersten sechs Mannschaften kam.

Nicht nur wegen dieser Erfolgsgeschichte genießt Bräunel im Verein ein hohes Ansehen. "Ralf ist die gute Seele unseres Vereins und Mädchen für alles. Er ist bei Bundesligaspielen am Einlass zu finden, hilft als Hallensprecher aus und packt beim Abbau der Hilfstribüne tatkräftig mit an", lobt Rainer Lorenz, seit 1952 im Verein und damit Vereinsältester, den verheirateten Familienvater.

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