Handballcamp zieht nach wie vor

53 junge Sportler haben eine ereignisreiche Woche in Netzschkau erlebt. Der Donnerstag hielt sogar Anschauungsunterricht bei Bundesliga-Teams parat.

Netzschkau.

Die Sporthalle an der Siedlungsstraße in Netzschkau war in der vorletzten Woche der Sommerferien auch in diesem Jahr fest in Handballer-Hand. 53 Mädels und Jungs aus Sachsen, Thüringen und Tschechien beteiligten sich am Handballcamp des Awo-Schullandheims Schönsicht. Die 10- bis 17-Jährigen absolvierten dabei einerseits straffe Einheiten unter der Anleitung von Trainern des EHV Aue und der beiden hiesigen Oberligisten Einheit Plauen und SV Oberlosa. Auf der anderen Seite kam in der Freizeit auch der Spaß nicht zu kurz.

Ein Höhepunkt des diesjährigen Camps war ohne Zweifel am Donnerstag der Ausflug zum Vorbereitungsturnier in Halle, wo sich die Bundesliga-Männer des SC Magdeburg gegenüber dem Zweitligisten Dessau-Roßlau und Oberligist Halle durchsetzten. Doch auch bei den Frauen konnten sich die Nachwuchshandballer einiges abschauen. Schließlich gehörten mit Halle-Neustadt (1. Bundesliga), dem SV Rödertal und den Berliner Spreefüxxen (jeweils 2. Bundesliga) ebenfalls Top-Vereine zum Starterfeld.

Nach dem gestrigen Tagesausflug in den Kletterpark Werdau und ins Reichenbacher Bad gab es einmal mehr viel positives Feedback. Das lässt Michael Schwan und Heinrich Blum auch für 2019 wieder auf ein ausgebuchtes Eins-Energie-in-Sachsen-Handballcamp hoffen. Der eine hatte als Leiter des Schullandheims Schönsicht vor 15 Jahren die Idee, in Anlehnung an die Fußballcamps ein Angebot für junge Handballer zu schaffen. Der andere ließ als Handball-Abteilungsleiter des TSV Nema Netzschkau neben seinen Ideen vor allem seine Kontakte ins Projekt einfließen.

"Wir saßen damals in einer Runde mit der Stadt zusammen und haben gesagt, wir versuchen es", erinnert sich Michael Schwan. Für ihn steht fest: "Dass es jetzt so lange läuft, ist der Tatsache geschuldet, dass nach wie vor das Interesse der Teilnehmer da ist." Für Heinrich Blum hängt der Erfolg des Handballcamps auch mit der Qualität der Trainer zusammen. "Das Camp hat sich nicht umsonst mittlerweile in die Richtung verschoben, dass in erster Linie aktive Handballer kommen. Die jungen Leute wissen, dass sie hier richtig was mitnehmen können", erklärt Heinrich Blum.

Dazu passt auch, dass mit Max Emanuel aus Delitzsch mittlerweile ein einstiger Camp-Teilnehmer den Sprung in die 1. Handball-Bundesliga geschafft hat. Im Laufe der Jahre gaben neben Ex-Nationalspieler Steffen Wohlrab, der fast jedes Jahr mit dabei war, unter anderem Aktive und Trainer der Zweitligisten EHV Aue und BSV Sachsen Zwickau und Trainer des Handballverbandes Sachsen ihr Wissen an den Nachwuchs weiter. Zudem gab es im Rahmen des Camps Vorbereitungsspiele zwischen Aue und Delitzsch bei den Männern und Riesa und Zwickau bei den Frauen.

Auch der Ausflug am Donnerstag nach Halle war keine Eintagsfliege. In den Jahren zuvor standen schon Fahrten zum Supercup nach München und zum Punktspielstart in Magdeburg auf dem Plan.

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