Harte Jenaer kommen zum Abstiegskampf

Mit den letzten Heimspielen des Jahres starten die Plauener Vereine in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga morgen in die Rückrunde. Einheit möchte versöhnen, Oberlosa weiter euphorisieren.

HC Einheit Plauen - HBV Jena. Nach zuletzt zwei Niederlagen ist der HC Einheit morgen, 18 Uhr wieder in der heimischen Halle gefordert. Eine weitere Niederlage gegen den Aufsteiger und Tabellenelften HBV Jena wäre ein herber Schlag im Kampf um den Klassenerhalt. Trotz der jüngsten Punktverluste machen spielerische Leistung und kämpferischer Einsatz Hoffnung auf einen Erfolg. "Wir waren in den letzten beiden Partien nicht chancenlos. Wir haben unsere Fehler ausgewertet und werden an die guten Aktionen anknüpfen. Erfolgreiches Konterspiel wie gegen Freiberg wird weiter wichtig sein. Aber wir müssen unsere Fehler in der Offensive reduzieren", weiß HC-Trainer Jan Richter. Die Verantwortlichen des HBV Jena waren mit der bisherigen Punktausbeute unzufrieden und haben deswegen Trainer Ralph Börmel entlassen. Für ihn hat - vorerst als Interimscoach - Sergio Casanova die Leitung der Mannschaft übernommen. Dem neuen Coach ist im ersten Spiel mit dem 27:24 in Aschersleben sofort ein Paukenschlag gelungen. In diesem Spiel zeigte sich aber auch wieder einmal, aus welchem Holz die Thüringer geschnitzt sind. Mehrere rote Karten und Zwei-Minuten-Strafen zeugen von einem harten Kampf. Die Statistik dokumentiert die Härte der Jenaer: 80 Zeitstrafen und neun rote Karten sind Oberligaspitze. "Es ist bekannt, dass Jena stets an die Grenze des Erlaubten geht. Deshalb müssen wir schneller spielen und Zweikämpfe vermeiden. Der Ball muss weg sein, ehe ein Kontakt möglich ist", so Jan Richter. Neben den langzeitverletzten Pour und Sbiral wird der Grippeerkrankte Zverina wahrscheinlich nicht spielen können. Der Einsatz von Kies scheint möglich.

SV 04 Oberlosa - SG Pirna/Heidenau. "Ab jetzt wird alles noch schwerer." Mit diesem Satz stürzen sich Torsten Wetzel und die Handballer des SV 04 Oberlosa in die Rückrunde der Mitteldeutschen Oberliga. Nachdem die Plauener sehr eindrucksvoll den Tabellenführer HC Elbflorenz II 28:23 vom Parkett fegten, sind sie der Topfavorit. Im letzten Heimspiel des Jahres soll nun morgen, 19 Uhr die SG Pirna/Heidenau in der Kurt-Helbig-Sporthalle bezwungen werden. Trainer Petr Hazl warnt: "Pirna ist richtig gut drauf und hat zuletzt 8:2 Punkte geholt. Ich hab mir den Gegner genau angesehen. Das wird ganz, ganz schwer." Pirna kam erst nach einem schwierigen Saisonstart in Schwung. Der Spätstart kommt nicht überraschend. Doch jetzt haben sich die Verstärkungen Miran Valincic (Bad Blankenburg), Kreisläufer Martin Durcek (Topolcany) und Benas Vaicekauskas (Litauen) integriert. Pirna bringt es im Vorwärtsgang nur auf 305 Treffer, was den zweitschlechtesten Wert der Liga bedeutet. Doch dieses Manko gleicht man mit nur 305 Gegentoren aus. Das heißt: Es kommt die zweitbeste Abwehr der Liga nach Plauen. "Aber Angst haben werden wir natürlich nicht. Vor keinem", stellt SV-Rückraumschütze Paul Richter klar. Abteilungsleiter Rico Michel weiß, dass wieder viel Geduld gefragt sein wird: "Schon das Hinspiel kam einer wahren Abwehrschlacht gleich." Die Plauener gewannen knapp 17:16. Der SV 04 Oberlosa will natürlich seinerseits zu Beginn der Rückrunde da weiter machen, wo er in der Hinrunde aufgehört hat. Die imponierende Heimbilanz von 13:1 Punkten soll ausgebaut und den Fans mit einem weiteren Heimsieg die Adventszeit versüßt werden. 4272 Zuschauer zählte Ticket-Chefin Anja Petzoldt in den bisherigen sieben Heimspielen. Mit 610 Besuchern im Schnitt ist der SV04 Oberlosa in dieser Statistik Erster. Positiv: Auf die zuletzt angeschlagenen Louis Hertel, Karel Kveton und Paul Richter kann der Tabellenzweite aus Plauen diesen Samstag setzen. Es fällt nur Sebastian Duschek aus.

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