Herber Dämpfer für den RFC

Reichenbach hat es in der Fußball-Sachsenliga nicht geschafft, den Schwung vom ersten Heimsieg mitzunehmen. Stattdessen gab es am Samstag eine 1:6-Niederlage in Niesky.

Niesky.

Außer Spesen nichts gewesen: Die längste Auswärtsfahrt der Saison endete für den Reichenbacher FC im Desaster. Mit 1:6 kassierte die Mannschaft am Samstag ihre bis dato höchste Niederlage in der Fußball-Landesliga. Nach ordentlichen Leistungen in den jüngsten Spielen und einer leicht aufkommenden Euphorie erlitt der RFC damit einen herben Dämpfer.

Daher redete nach dem Abpfiff auch Trainer Ronald Färber nicht um den heißen Brei herum: "Es war ein gebrauchter Tag für uns. Dabei hatten sich meine Jungs viel vorgenommen, aber auf dem Kunstrasen nichts in die Tat umsetzen können. Auswärts folgte nach dem besten Saisonspiel am Buß- und Bettag in Chemnitz jetzt hier in der Oberlausitz das mit Abstand schlechteste. Mehr gibt es nicht zu sagen."

Dabei verlief die Anfangsphase noch zufriedenstellend. Beide Kontrahenten hatten Respekt voreinander und ließen den Ball zunächst in den eigenen Reihen laufen. Nach einer Viertelstunde wurde es lebendiger und schneller. Der RFC probierte es lang, Niesky dagegen hoch. Die erste Gelegenheit besaß Reichenbach (16.) - es sollte aber auch der einzige Hochkaräter bleiben. Meyer setzte sich im Strafraum in Szene und legte für Gemeinhardt auf. Der schoss aber die Kugel dem Tormann in die Arme.

"Da hätten wir in Führung gehen müssen. Danach waren wir mehr im Bilde", resümierte Co-Trainer Carlo Kästner. In der Tat, denn fortan kam Niesky stärker auf und setzte durch Schneider das erste Achtungszeichen. Sein Schrägschuss zischte nur knapp am langen Pfosten vorbei. Zur wunden Stelle avancierte im weiteren Verlauf die linke Abwehrseite, die man einfach nicht schließen konnte. Mit einem Doppelschlag war die weitere Richtung der Partie dann schnell abgesteckt. Schneider behauptete mit einer geschickten Körperdrehung und dem Ellenbogen an der Strafraumgrenze das Leder und passte flach nach innen, wo Russek nur noch eindrücken brauchte - 1:0. Wenig später gab es Einwurf. Diesen leitete Jablonski auf Sisler weiter. Der wurde nicht attackiert, sodass er ohne Bedrängnis mit einem Heber Hettwer aus zwölf Metern überwand.

Nach Wiederbeginn machte der Gastgeber schnell den Deckel drauf. Einmal mehr profitierte der Gastgeber dabei von der Schlafmützigkeit der RFC-Abwehr. Sisler drückte ohne Bedrängnis eine Eingabe von Hildebrand ins Netz. Bis zum Ende lauerte Eintracht auf Konter und schaltete bei Balleroberung hervorragend um. Das fiel aber vor allem auch deshalb nicht schwer, weil der RFC in der Offensive eigentlich nicht stattfand. Ein schlechtes Zweikampfverhalten, viele Fehlpässe und auch ein zu engmaschiges Gespiele brachten die Hausherren nie in Verlegenheit.

Auf der anderen Seite konnte sich Niesky weiter im Reichenbacher Selbstbedienungsladen bedienen und auf 5:0 erhöhen. Dass dennoch das Ehrentor fiel, war dem Eintracht-Keeper zuzuschreiben, der Süß' 30-Meter-Ball durchrutschen ließ. Doch schnell war der alte Abstand wiederhergestellt. Als ein RFC-Kicker im eigenen Strafraum über den Ball schlug, sagte Wittek Danke. Der anschließende Abpfiff war für den RFC eine Erlösung.

Statistik Tore: 1:0 Russek (36.), 2:0 Sisler (41.), 3:0 Schneider (50.), 4:0 Jablonski (62.), 5:0 Schneider (82.), 5:1 Süß (88.), 6:1 Wittek (90.); SR: Jautze (Dresden); Zuschauer: 80. RFC: Hettwer - Vogel, Albert, Seidel, Tröger - Strobel (V), Particke, Schaller (55. Schwandner), Meyer, Pechtl - Gemeinhardt (55. Süß).

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