Im Pokal: RFC-Trainer fordert mehr Biss in den Zweikämpfen

Die Reichenbacher Fußballer müssen morgen in der zweiten Runde beim SV Naunhof ran. Dabei spielt auch die Hoffnung auf das große Los im Falle des Weiterkommens mit.

Von Olaf Meinhardt

Null Punkte nach zwei Spieltagen - der Saisonstart des Reichenbacher FC in der Landesklasse West ist daneben gegangen. Deshalb würden die Schützlinge von Steve Gorschinek die Schieflage der Tabelle gerne schnellstmöglich korrigieren. Morgen steht 15 Uhr aber erst einmal das Sachsenpokalspiel der zweiten Runde beim SV Naunhof 1920 auf dem Programm.

Die Partie soll auch dafür genutzt werden, das Zusammenspiel und die Abstimmung innerhalb der Mannschaft zu verbessern. Eine Partie zum Weiterentwickeln? "Als Testspiel sehen wir die Sache nun auch nicht. Ehrlich gesagt kommt mir die Partie sogar gelegen, weil meine Jungs Praxis brauchen und sich weiter finden müssen. Auf ein, zwei Positionen werde ich etwas umstellen, aber etwas Verrücktes gibt es nicht.", sagt der Trainer, der in der Woche mit seiner Truppe über den Fehlstart in der Punkterunde sprach. Für Steve Gorschinek ist klar: "Unser Hauptaugenmerk gilt erst einmal dem Defensivverhalten. Da haben wir bisher einfach zu viele Lücken offenbart, weil wir in den Zweikämpfen noch zu zaghaft und unentschlossen sind. Wir müssen besser am Mann stehen und auch in der Umkehrbewegung schneller gegen den Ball agieren".

Mit den Naunhofern hat der RFC ein Team vor der Brust, das aufgrund der gleichen Spielklasse (Landesklasse Nord) den nächsten Punktspielgegnern Germania Chemnitz und Merkur Oelsnitz doch sehr nahe kommt. Immerhin hat die Mannschaft, die zwölf Kilometer nordwestlich von Grimma auf dem Sportplatz Clade beheimatet ist, in der noch jungen Saison noch kein Gegentreffer kassiert. In Wurzen wurde 2:0 gewonnen, daheim gegen Döbeln gab es ein 1:1. In der ersten Runde besaß Naunhof ein Freilos.

Beide Teams schafften bisher erst einmal den Sprung in die dritte Hauptrunde. Noch gern erinnern sich die RFC-Anhänger an die Saison 2016/17, als es dann gegen den Drittligist FSV Zwickau (1:4) ging. Der SV Naunhof schaffte es im Vorjahr, als sich der FC Oberlausitz Neugersdorf (0:9) als mehrere Nummern zu groß erwies. Eine weitere Gemeinsamkeit: Beide Vereine spielten drei Jahre in der Sachsenliga. 2005 stieg Naunhof das erste Mal auf und kehrte postwendend zurück. 2011 glückte der Sprung erneut. Nach einem zwölften Rang, sprang danach sogar Platz neun heraus. Doch aus strukturellen Gründen zog sich der Verein in die damalige Bezirksliga zurückund rutschte ein Jahr später sogar in die Kreisoberliga ab. Erst im Vorjahr meldete er sich in der Landesklasse zurück.

Am Sonntag begegnen sich die Vereine aus Naunhof und Reichenbach überhaupt das erste Mal. Dem Sieger winkt unter Umständen am 13./14. Oktober zu Hause ein Ober- oder Regionalligist. "Attraktiv ist das allemal. Auch deshalb werden wir die Partie auch mit voller Ernsthaftigkeit angehen", erklärt Steve Gorschinek. Erfreulich: Besetzungssorgen kennen die Reichenbacher Verantwortlichen diesmal nicht.

Die anderen drei Spiele mit vogtländischer Beteiligung

Kreispokalsieger SC Syrau hat vor drei Wochen mit einem 5:0 gegen Landesklasse-Aufsteiger VfB Annaberg erstmals die zweite Pokalrunde im Sachsenmaßstab erreicht. Heute ist 14 Uhr mit der SG Crostwitz erneut ein Landesklasse-Vertreter zu Gast. "Das höherklassige Team ist Favorit. Aber jeder beim SC Syrau wird bis in die Haarspitzen motiviert sein", sagt René Drechsler, der sportliche Leiter des Vogtlandligisten. (czi)

Der SV Merkur Oelsnitz tritt heute, 15 Uhr beim VfB Zwenkau an. Der Gegner aus der Nähe von Leipzig ist im Sommer aus der Landesliga abgestiegen und spielt wie die Sperken aktuell in der Landesklasse. In der ersten Runde hatten sich die Nordsachsen knapp mit 2:1 gegen Einheit Frohburg durchgesetzt. Die Oelsnitzer gewannen 8:2 bei Frischauf Doberschütz-Mockrehna. (tgf)

Oberligist VFC Plauen muss nach dem Freilos in der ersten Runde heute, 15 Uhr beim Liga-Rivalen FC International Leipzig antreten. Zuletzt hat der VFC im Pokal aber nicht viel gerissen. "Es spricht viel gegen uns, aber wir wollen natürlich trotzdem alles raushauen und glauben an uns", sagt Trainer Daniel Rupf. (kare)

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