In der Klasse festgebissen

Mannschaften: VfB Auerbach behauptet sich im Haifischbecken Regionalliga

Auerbach.

Es geht drunter und drüber in der vierthöchsten deutschen Fußballspielklasse. Insolvenzen wie die von Rot-Weiß Erfurt, Wacker Nordhausen, Viktoria Berlin oder vergangene Saison die des Chemnitzer FC sorgen für Schlagzeilen. Der FC Oberlausitz Neugersdorf zog sich voriges Jahr aus der Liga zurück, weil er sie sich nicht mehr leisten kann, Budissa Bautzen trat nach dem Abstieg gleich den Weg in die Landesliga an. In solch einem Umfeld wirkt der VfB Auerbach wie der sprichwörtliche Fels in der Brandung. Dass es auch für seinen Verein alljährlich ein Kampf ist und keineswegs selbstverständlich, sich dort zu behaupten, wird Manager Volkhardt Kramer nicht müde zu betonen. "Wir haben uns über die Jahre dort festgebissen und stabilisiert. Das ist bei unseren Voraussetzungen hoch anerkennenswert."

Dazu zählt auch die stetige Verbesserung der Bedingungen, der Ausbau des Stadions Schritt für Schritt, gerne auch mit kostengünstigen, originellen Lösungen, wie bei Sitzschalen oder Stahlrohrtribüne aus zweiter Hand. Da die Auerbacher keine Luftschlösser bauen und kein Geld ausgeben, das sie nicht haben, sind Plätze ganz vorn in der Tabelle illusorisch. So gesehen hat das Team von Trainer Sven Köhler mit Platz 9 im Vorjahr eine Menge erreicht. "Ein einstelliger Tabellenplatz ist für uns eine Spitzenleistung. Das lag vergangene Saison an einer extrem guten Rückrunde, in der wir wirklich spektakulär aufgetreten sind", freut sich Volkhardt Kramer. Aktuell ist der VfB sogar Siebenter der Regionalliga Nordost. "Wenn wir das in einem Umfeld, in dem das Gros auf Profifußball setzt, zu Ende bringen, dann können wir sehr zufrieden sein", schätzt der Manager ein. (pj)


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